ettrick leiste
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Bereits seit 800 Jahren gibt es eine Kirche in dem verschlafenen Örtchen Ettrick, wobei der ursprüngliche Ort erst im späten 17. Jh. entstand und die knapp 50 weitverstreuten Häuser als Ettrick Kirkton geläufig waren. Im 18. Jh. nahm die "immense" Bevölkerungszahl rapide ab, da der Grundbesitzer, Laird James Anderson of Trushilaw, seine Pächter vom Land vertrieb.

ettrick forestErste Aufzeichnungen über das Land gab es schon im Jahre 1235. Zu dieser Zeit schenkte Alexander II weitläufige Teile des Ettrick Forest den Mönchen der Melrose Abbey. Wie auch viele andere Wälder, fiel dieser später ebenfalls dem großen Waldsterben zum Opfer, doch durch die Wiederaufforstung sind die Hügel heute erneut bewaldet. Gegenwärtig ist Ettrick ein wenig mehr als ein paar verstreute Häuser plus Kirche, Stadthalle sowie Grundschule. Alles zusammen bildet durchaus eine nette kleine, sehr entlegene, Ortschaft.

ettrick kirkZwar läuft auch der Weitwanderweg Southern Upland Way knapp an Ettrick vorbei, doch die wirkliche Hauptattraktion ist und bleibt die Kirche. Sie ist der Fokus der Gemeinde, wobei das aktuelle Gotteshaus aus dem Jahre 1824 stammt. An dem noch relativ jungen Bauwerk stammen diverse Teile jedoch von einstigen Gebäuden, wie zum Beispiel der 1619 gefertigte Gedenkstein. Ebenso von Interesse ist der Friedhof des Kirchenbaus, auf dem drei Personen ihre letzte Ruhestätte fanden, die alle auf ihre Weise in die schottische Geschichte eingingen.

Als Erster wäre Thomas Boston, ein Prediger, zu nennen, der sowohl Bewunderung als auch Angst und Schrecken unter seinen Schäfchen verbreitete. Der als Sohn einer Familie von Covenanters 1676 in Duns Geborene war ein erbitterter Gegner der Katholiken. Seine Kompromisslosigkeit entfremdete ihn von seiner Gemeinde und er verließ Ettrick. Er begann ein Buch zu schreiben, um seine Predigten sowie Ansichten für die Nachwelt festzuhalten. Das Werk wurde ein ungeheurer Erfolg in ganz Schottland und beeinflusste viele sowohl in ihrem religiösen als auch politischen Denken. Boston gewann stetig an Popularität und seine Moralpredigten erreichten immer mehr Menschen. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1732 kamen über 800 Gläubige, um ihn zu hören, was sowohl damals als auch heute bei Weitem die Bevölkerungszahl von Ettrick übersteigt.

james hogg monumentDann wäre da James Hogg als zweiter Prominenter, wobei er wohl mit Abstand der bekannteste Sohn der Gegend ist. Der sogenannte Ettrick Shepherd (Hirte von Ettrick) war ein bedeutender und berühmter Dichter und Romanschriftsteller, der sowohl bei den Schotten als auch bei den Engländern angesehen war.

st marys lochDas weithin sichtbare James Hogg Monument, steht als Denkmal für den Hirten am westlichen Ufer des wunderschönen St Mary's Loch.

Die dritte Person ist lediglich eine lokale Berühmtheit namens Tibbie (Isabell) Shiel. Tibbie sorgte nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1824 für sich und ihre sechs Kinder selber und vermietete deshalb einige Räume ihres Hauses. Es heißt, dass sie zeitweise bei nur 13 Gästebetten bis zu 35 Untermieter hatte.

talla reservoirWer das James Hogg Monument besucht, dem empfehlen wir, auf der Route nach Westen in Richtung Tweedsmuir zu bleiben, denn diese Strecke ist nicht nur für Motorradfahrer ein echtes Schmankerl. Eine schmale Singletrack-Road schlängelt sich durch die traumhafte Landschaft am Fuße der Tweedsmuir Hills entlang, vorbei an den beiden Stauseen Megget und Talla Reservoir.

tweedsmuir kirkIn dem Örtchen Tweedsmuir angekommen sollte man sich die gleichnamige Kirche nicht entgehen lassen. Der ca. 1874 errichtete und absolut sehenswerte Bau hat als „nette" Eigenart einen steinernen Frauenkopf am unteren Ende des Torbogens, was für die Zeit, in der der Bau entstand, echt außergewöhnlich war.

craik forestReisende, die von Ettrick aus in östlicher Richtung weiterziehen, kommen ebenso voll auf ihre Kosten. Wer z. B. nach Hawick unterwegs ist, kann die einmalig traumhafte Landschaft des Craik Forest genießen. Dieses Gebiet, das sich von Ettrick aus in südöstlicher Himmelsrichtung erstreckt, umfasst eine Fläche von ca. 8.250 ha und reicht im Süden bis in die Region Dumfries & Galloway.

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