Beitragstitel

erbaut

Beschreibung

Abbotsford House

ca. 1822

hier lebte und schrieb Sir Walter Scott 

Bowhill House

im 18 . Jh.

Wohnsitz der Famile des Duke of Buccleuch 

Manderston

ca. 1860

Familiensitz der Millers, der gößten Teils durch den Architekten John Kinross entstand 

Mellerstain House

ca. 1725

Herrensitz, der ganz und gar die Handschrift von Robert Adam trägt 

Monteviot House & Gardens

im 17. Jh.

schönes Beispiel eines Herrenhauses der "Upper Class"

Paxton House

ca. 1758  

Herrenhaus der Familie Home 

The Hirsel

ca. 1650

Herrenhaus mit schönem Park 

Traquair House

ca. 1107

ältester ständig genutzer Wohnsitz Schottlands 

traquair house

 

abbotsford leiste
Bildquelle: Copyright by Undiscovered Scotland

abbotsford house sErbaut: ca. 1824

Nicht nur der Poet und Schriftsteller Sir Walter Scott ist weltberühmt, sondern auch seine Liebe zu den schottischen Borders - insbesondere zum Tal des River Tweed - ist weithin bekannt. Wen wundert es da, dass er sich hier mit dem Abbotsford House ein Heim errichtete, das heute ganzjährig ein absoluter Publikumsmagnet ist.

Scott kam 1771 als Neuntes von zwölf Geschwistern zur Welt, von denen sechs allerdings bereits im Kindesalter verstarben - für damalige Zeit leider recht üblich. Der durch eine Kinderlähmung zeit seines Lebens hinkende Walter verbrachte als Kind viel Zeit auf dem Hof seines Großvaters unweit des Mellerstain House. Wahrscheinlich lernte er so schon in seiner Jugend diese Region lieben und als er 1799 zum Sheriff (oberster Verwaltungsbeamter einer Grafschaft) von Selkirk ernannt wurde, zog er endgültig in die Borders.

Die Geschichte des Abbotsford House beginnt etwa um 1812, als Walter das Anwesen mit einem darauf stehenden alten Haus erwarb. Mehrere Jahre lebte Sir Walter Scott auf dem Gut Cartleyhole, wo er die Romane „Waverley" und „Rob Roy" schrieb. Bedingt durch deren Erfolg war es ihm wohl möglich, nun das alte Haus abzureißen und den Architekten William Atkinson mit dem Bau von Abbotsford House zu beauftragen.

Atkinson, der bereits Scone Palace entwarf und baute, nutzte für seinen Entwurf viele verschiedene schottische Fürstensitze als Vorbild. Das Ergebnis wird oft als Vorläufer des Gothic Revival Style bezeichnet und fand nicht bei allen Besuchern reine Zustimmung. Selbst Queen Victoria fand den Bau mit all seinen mit Zinnen bewehrten Türmen, Türmchen, dem Fallgitter sowie dem Brustwehr sehr düster.

Wer sich von dieser Fassade nicht abschrecken lässt, wird im Inneren aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Ganz seinem Stil entsprechend, machte Scott sein Haus zu einem Hort von Symbolen und Gegenständen der schottischen Romantik. Angefangen beim Schwert, das angeblich dem heldenhaften Banditen Rob Roy McGregor gehörte, bis hin zum Einbau der originalen Gefängnistür sowie weiterer Fragmente des Old Tolbooth in Edinburgh, nachdem man dieses 1817 abriss.

Aus dem Threave Castle in Dumfries hat Scott eiserne Halseisen „gerettet" und sie in der Einfahrt des Hauses anbringen lassen. Es wurden auch Bauelemente kopiert, wie z.B. der Eingang aus dem Linlithgow Palace. Besonders sehenswert ist die mit annähernd 10.000 Büchern bestückte Bibliothek.

h01 2003 001

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Info's

Detail

an der B6360
Melrose
TD6 9BQ

+44 1896 752043

 www

N 55°35'58.56"
55.599600

W 2°46'56.68"
-2.782410

April-Sept.
tägl. 10.00-17.00 Uhr

Okt.-Dez.
tägl. 10.00-16.00 Uhr

19 2 pfund
01 parkplatz 03 besucherzentrum 09 shop 10 restaurant  
 

 

manderston leiste
Bildquelle: Copyright by Undiscovered Scotland

manderston sErbaut: ca. 1860

Das in der Nähe von Duns stehende georgianische Herrenhaus Manderston ist ein gutes Beispiel dafür, wenn der Besitzer zum Architekten sagt "Geld spielt keine Rolle". Der pompöse Palast ist das Ergebnis diverser Umbauten, die im Laufe der Jahre erfolgten.

Sir William Miller, 1. Baron Palmer, hatte sein Vermögen im Hanf- und Heringshandel mit russischen Geschäftspartnern gemacht. Nachdem Williams Bruder verstarb, erwarb der Baron das fünf Jahre zuvor gekaufte Anwesen aus dessen Nachlass. Im Jahre 1871 beauftragte er den Architekten John Simpson mit dem Umbau und so kamen ein weiterer Trakt für Dienstboten sowie ein Säulendach vor dem Eingang hinzu. 1874 erstickte sein ältester Sohn an einem Kirschkern, worauf der Besitz an seinen zweiten Nachkömmling, Sir James Miller, überging.

Schon vor der Heirat mit Eveline Curzon im Jahr 1893 hatte Sir James damit begonnen, Manderston umzubauen. Eveline war die Tochter des 4. Lord Scarsdale und ihr Familiensitz, Kedleston in Derbyshire, beeindruckte Sir James Miller so sehr, dass er den Architekten John Kinross mit der Verschönerung Manderston's betraute. So fügte Kinross die imposanten Gartenterrassen und eine hufeisenförmige Treppe hinzu. Des Weiteren beauftragte Sir James den Architekten Kinross nun, für seine Braut ein Bootshaus in der Art einer Berghütte zu bauen. Danach folgten der Bau eines Wildhüterhauses für das Gut, ein Hundezwinger sowie ein Wirtschaftshof.

Frei nach dem Motto "Was kostet die Welt" bekam Kinross auch den Auftrag, die Pferdestallungen zu errichten. Die Dekadenz ist wirklich nicht zu übersehen, denn in dem prunkvollen Bau mit Gewölbedecken aus erlesenen Teakhölzern befinden sich die aus selbigem Holz gefertigten Pferdeboxen mit polierten Messingbeschlägen. Die Namen der Tiere, die einst diese prachtvollen Stallungen bewohnten, sind in Marmortafeln gemeißelt. Der Raum für das Sattelzeug ist ein Traum in Leder mit Rosenholz, Marmor und Messing. Doch wenn schon die Pferde auf Manderston verwöhnt wurden, so waren die Kühe, die in das marmorne Milchhaus mit seinem bezaubernden Innenhof kamen, schon fast heilige Kühe.

Perfektion war alles, weshalb Sir James Miller nach seiner Rückkehr aus dem Burenkrieg beschloss, das Haupthaus komplett umzubauen. Kinross schuf eine beeindruckende Nordseite mit einem imposanten Säulenvorbau. Das Familienwappen über der neuen Eingangstür ziert das Motto Omne Bonum Superne (Alles Gute kommt von oben). Kinross wollte ausreichend Unterkünfte für Gäste sowie Bedienstete schaffen und baute zu diesem Zweck einen bequemen Wohnflügel. Die ehemaligen Stallungen auf der Westseite wandelte er in einen makellosen Wirtschaftstrakt einschließlich Wäscherei.

In der Blütezeit von Manderston sorgten 46 Angestellte (22 im Haus, 24 draußen) dafür, dass alles reibungslos funktionierte. So schnell das Anwesen aufblühte, so schnell sollte dieser Glanz auch vergehen, denn 1906 verließ das Glück Sir James Miller. Er starb kinderlos mit 41 Jahren, nur wenige Monate, nachdem die Umgestaltung des Märchenschlosses vollendet war.

Mit dem Tod von Sir James' jüngerem Bruder - zwölf Jahre später - erlosch der Titel, doch Sir James' Witwe lebte noch bis in die dreißiger Jahre auf Manderston.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Info's

Detail

an der A6105
Buxley
TD11 3PP

+44 1361 882636

 www

N 55°46'54.52"
55.781810

W 2°18'15.26"
-2.304240

Mai-Sept.
House Do.+So. 13.30-17.00 Uhr
Garten Do.+So. 11.30-17.00 Uhr

19 2 pfund
01 parkplatz 09 shop 10 restaurant    
 

 

 

bowhill house sErbaut: im 18. Jh.

Sir Walter Scott, der geradezu rührend stolz auf seine Verwandtschaft mit der großen Border-Dynastie der Scotts of Buccleuch war, spielt bei der Geschichte von Bowhill House eine wichtige Rolle. Als guter Freund des 4. Duke of Buccleuch teilte Scott dessen romantische Sehnsucht nach einem Leben in der guten alten Zeit.

Um die Entstehung des Namen Buccleuch ranken sich übrigens einige Legenden. So soll bei einer königlichen Jagd in einer tiefen Schlucht/Klamm (cleuch) im Ettrick Forest ein junger Scott einen Rehbock (bück) bei den Hörnern gepackt und niedergerungen haben. Durch diese beherzte Tat gelang es dem mutigen jungen Mann, seinem geliebten Monarchen das Leben zu retten.

Doch wir wollen uns wieder der Geschichte dieses beeindruckenden Landsitzes zuwenden. Den Anfang auf den um 1690 durch die Familie Murray erworbenen Ländereien des Ettrick Forest machte ein 1708 durch Lord John Bowhill errichteter simpler Quader. Da das Anwesen Bowhill ursprünglich jedoch immer im Besitz der Scotts war, kaufte es Francis Scott, 2. Duke of Buccleuch, 1745 zurück, um es seinem Sohn Lord Charles zu schenken.

Den weiterführenden Ausbau veranlasste erst der 4. Duke, der bei diesem gerne beratende Hilfe durch Sir Walter Scott entgegennahm. Sein Architekt William Atkinson, der schon Abbotsford House baute, erschuf eine prächtige Villa. Auch der 5. Duke war froh über den Rat des väterlichen Freundes und auf diese Weise entstand unter Leitung des Architekten William Burn ein viktorianisches Schloss, das - zumindest im Inneren - seinesgleichen sucht.

Niemand wird ernsthaft behaupten, dass Bowhill House ein architektonisches Meisterwerk sei. An einem trüben Tag kann es von außen sehr abweisend wirken. Doch die wunderbare Lage und vor allem die sagenhafte Sammlung an Schätzen sorgen für einen Ehrenplatz Bowhills unter den großen Häusern von Schottland.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Info's

Detail

Durchess Drive
Philiphauch
TD7 5ET

+44 1750 22204

 www

N 55°32'26.48"
55.540690

W 2°54'37.44"
-2.910400

House
Juli Mi.-Mo. 10.00-17.00 Uhr

Garten
April-Sept. Mi.-Mo. 10.00-17.00 Uhr

19 2 pfund
01 parkplatz 04 toiletten 06 gefuehrte tour 09 shop 10 restaurant
13 rollstuhl geeignet        
 

 

 

mellerstain sErbaut: ca. 1725

Das georgianische Herrenhaus Mellerstain House befindet sich etwa 13 km nördlich von Kelso. Derzeit gehört es dem 13. Earl of Haddington und gilt als historisch bedeutendes Bauwerk. Seine Geschichte beginnt aber bereits im späten Mittelalter. Ab dem Ende des 12. Jh. waren die Ländereien um das Anwesen im Besitz der Familie Haitley. Über die folgenden viereinhalb Jahrhunderte wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach zwischen den angesehenen Familien in den Borders.

Dies änderte sich erst 1642, als der Grund und Boden mit einer königlichen Urkunde dem Sohn eines wohlhabenden Händlers aus Edinburgh, George Baillie of Jerviswood, übereignet wurde. Aber die Zeiten waren nicht rosig, man lebte im Bürgerkrieg, George starb 1646, Robert (1623-1684) war als ältester Sohn sein Erbe, kam jedoch mit dem Gesetz in Konflikt und landete 1676 im Gefängnis. Mit einem immens hohen Bußgeld von 500 Pfund kam er wieder frei.

Als überzeugter Anhänger der Covenanters lehnte er die Regierungspolitik vehement ab, wurde 1684 wegen Hochverrats gefangen gesetzt und schließlich zum Tode verurteilt. Seine Familie verlor das Anwesen und sein jetzt mittelloser Sohn George floh nach Holland. Dort trat er als Offizier in die Dienste von William of Orange bei den Horse Guards.

Erst 1688 wendete sich das Blatt für die Baillies, denn William of Orange sollte als William III König von England werden. Er verließ Holland und mit ihm segelte der junge George Baillie nach Hause. Die Ländereien wurden ihm wieder übereignet und Mellerstain hatte endlich eine Zukunft.

So wie Besucher das Bauwerk heute sehen, wurde es in der Zeit von 1725 bis 1778 errichtet. Der Architekt William Adam zeichnete die Baupläne der Ost- und Westflügel für seinen Auftraggeber George Baillie (1664-1738).

Nach Fertigstellung der beiden Flügel wurden die Arbeiten eingestellt und es dauerte ganze 45 Jahre, bis ein weiterer Spross aus der Familie Baillie, nämlich sein Enkel George (1723-1797), den Baumeister Robert Adam (Sohn von William Adam) damit beauftragte, das Haupthaus zu errichten.

Die größte Schwierigkeit lag in der Verbindung der beiden weit auseinanderliegenden Flügel, die als Orientierungspunkte maßgeblich waren. Trotz der knapp bemessenen finanziellen Mittel sollte die Optik eine gewisse architektonische Einheitlichkeit vermitteln. Eine klassische schlossähnliche Fassade mit durchgängig aufwendig behauenen Steinen wäre viel zu teuer gewesen. Adam setzte diese nur sparsam ein, z.B. um Fensteröffnungen herum, als Umrandungen an Mauervorsprüngen, an äußeren Ecken und Mauerkronen. So konnten teure Schmuckelemente wie Säulen und Halbpfeiler vermieden werden.

Dieser Teil des herrschaftlichen Anwesens ist vermutlich das einzige von Robert Adam komplett konstruierte Gebäude, das heute noch existiert. Mellerstain House wird deshalb als überaus wichtiges Zeugnis seines Schaffens angesehen.

Der Innenausbau ist ein Meisterwerk an feiner und farbenprächtiger Verputzarbeit, die alle Räume umfasst: Das kleine Wohnzimmer (vormals ein Frühstücksraum), eine herrliche Bibliothek, ein Musikzimmer (früher das Esszimmer), der große Salon mit originalen Wandverkleidungen aus Seidenbrokat, ein kleiner Salon (ehemals ein Schlafzimmer) und eine kleine Bibliothek (ursprünglich zwei Ankleidezimmer). Die große Eingangshalle führt zu einem langen Korridor mit einer Treppe zur Etage mit den Schlafzimmern. Von hier gibt es eine Hintertreppe zu einem großen Raum auf der Galerie, die sich von Nord nach Süd erstreckt.

Das Anwesen steht inmitten einer 80 ha großen Parklandschaft und hat einen sorgfältig terrassenförmig angelegten Garten in Anlehnung an italienische Gartenarchitektur des 19. Jh., mit einem Rasen, der sich auf beeindruckende Weise zu einem See hinunter ausdehnt. Diese Gartenanlage wurde erst 1910 von Sir Reginald Blomfield kreiert.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Info's

Detail

an der A6089
Smailholm, Gordon
TD3 6LG

+44 1573 410225

 www

N 55°38'40.19"
55.644497

W 2°33'42.60"
-2.561834

Mai-Sept. Fr.-Mo.
House 12.30-17.00 Uhr
Garten 11.30-17.00 Uhr

19 2 pfund
01 parkplatz 04 toiletten 05 behindertentoilette 10 restaurant 13 rollstuhl geeignet
 
   

Wer ist online  

Aktuell sind 85 Gäste und keine Mitglieder online

   

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