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allg 01Die Isle of North Uist (gälisch: Uibhist a Tuath) ist mittels Dämmen, mit der Nachbarinsel Benbecula (über Grimsay), sowie mit Berneray und Baleshare verbunden. Mit Ausnahme des Südostens ist die Insel sehr flach und über die Hälfte befindet sich bei Flut unter dem Meeresspiegel. Im Jahr 2001 lebten auf ihr 1.657 Menschen.

Die Insel beeindruckt durch ihre extreme Landschaft. Betrachtet man den Ostteil der Insel sieht man bei Weitem mehr Wasser, als Landmasse. Der gesamte Teil erinnert mit seinen vielen kleinen Süßwasserseen regelrecht an einen Schweizer Käse. Obendrein wird die Küste durch zahlreiche, tiefeinschneidende Buchten regelrecht zerrissen. So bietet sich dem Betrachter ein Farbrausch aus Grün und Blau – das will das menschliche Hirn erst einmal verarbeiten. Die so beschriebene Fläche entspricht ca. 66% der gesamten Insel!
Die verbleibenden 33% der Insel im Westen weisen bei Weitem nicht so viele Seen auf, wie der Osten. Dieser Teil zeichnet sich viel mehr durch ausgedehnte Sandstrände, grüne Gras- und weiße Schlammflächen aus.

allg 02North Uist kam 1495 in den Besitz der MacDonalds of Sleat, die es 350 Jahre später verkauften. Aber erst nahmen sie noch eine Reinigung der Insel vor – sie vertrieben ihre Pächter, um Platz für Schafe zu schaffen. So verringerte sich die Zahl der Bewohner von 1841 bis zum Ende des 20. Jh. um weit mehr als die Hälfte.

Die wichtigste Siedlung auf der Insel ist der im Norden gelegene Fischereihafen von Lochmaddy, der auch Sitz eines Museums, eines Kunstzentrums und einer Camera Obscura ist. Fähren fahren von dem Dorf nach Uig auf Skye und von Otternish nach Leverburgh auf Harris. Andere Orte auf North Uist sind Port nan Long (Im Norden am Übergang zu Berneray) und Scolpaig, wo sich der Scolpaig Tower aus dem 19. Jh. befindet.

Auf North Uist zu reisen ist ziemlich simpel – bleibt einfach auf der Hauptstraße und Ihr werdet einmal rund um die Insel geführt. Vereinzelt zweigen kleine Straßen ins Landesinnere oder zur Küste ab, die aber am Ende wieder auf die Hauptstraße zurückführen, oder einfach nur enden. Sehenswert sind diese kleinen Straßen in jedem Fall.

Hin und weg werden Vogelkundler sein. Auf North Uist gibt es ein großes Reservat der RSPB bei Balranald, in dem man ungestört Bird-Watching betreiben kann. Außerdem gibt es hier auch für Archäologen ein kleines Eldorado – für diese bietet es sich an, die Ausgrabungen von Barpa Langais und den nahe gelegenen Steinkreis zu besuchen.