Orkneys-Karte  

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hoy

Hoy, die „hohe Insel“, wie der Name übersetzt lautet, ist die zweitgrößte Insel der Orkneys. Die für die Orkneys untypische Basaltinsel ist nur sehr dünn besiedelt und wird nur an wenigen Stellen ladwirtschaftlich genutzt.  Der Norden und Westen sind hügelig und erinnern mit ihren vielen Heidesträuchern mehr an die Highlands, der Süden und die Ostküste sind fruchtbarer und entsprechend eher dem typischen Landschaftsbild der Orkneys.

An der südlichen Ostküste befindet sich außerdem die zweitgrößte Kolonie von Raubmöwen in ganz Großbritannien. Der höchste Berg der Insel, der Ward Hill (479 m), liegt im Norden und von hieraus sind alle anderen Orkney- Inseln zu sehen.

Die Geschichte von Hoy reicht zurück in die prähistorische Zeit und geht über die Ära der Wikinger bis ins 20. Jh., in der Hoy eine Schlüsselrolle in der britischen Seegeschichte spielte. Die zum Teil noch unberührte Landschaft beeindruckt durch ihren stetigen Wechsel auf der kleinen Insel.

Die meisten Ansiedlungen befinden sich auf der Ostseite der Insel. Hier liegt auch der Ort Moaness, wo die Personenfähre aus Stromness nach einem Zwischenstopp an der Insel Graemsay anlegt.

Vom Pier aus wandert man entlang der Landstraße geradewegs in den Ford of Hoy hinein, die tiefste Stelle zwischen dem alles überragenden Ward Hill zur Linken und den Cuilags zur Rechten. Vorbei an markanten Gletscherspuren führt der Weg zur Westküste.

Hier liegt in einem Tal von leuchtend roten Klippen eingefasst das kleine Bauerndorf Rackwick, in dem bis 1900 ca. 80 Leute; heute jedoch nur noch 5 leben. Im Rackwick Tal befindet sich außerdem das nördlichste, natürliche Waldgebiet in Großbritannien – Orkneys einziges Waldgebiet.

Von Rackwick führt ein steiler Fußweg zum Wahrzeichen von Hoy, dem Old Man of Hoy. Diese Feldsäule ist eine besondere Herausforderung für Bergsteiger. Die Erstbesteigung fand 1966 statt, dauerte 3 Tage und wurde dabei live im Fernsehen übertragen. Zugegeben, die rote Felsnadel mit ihren ganzen 450 m beeindruckt schon enorm wenn man an ihrem Fuß steht.

Der Weg zurück führt querfeldein und wieder hinab ins Tal des Ford of Hoy. Auf dieser Route kommt man am Dwarfie Stone vorbei. Das Steinzeitliche Kammergrab wurde in einen riesigen Steinblock gehauen, der irgendwann einmal aus der Bergwand der Dwarfie Hamars gefallen ist. Es ist das einzige in Fels gehauene Grab in Großbritannien.

Der Süden Hoys war aber seit den Tagen der Orkneyinga Saga immer auch Region, in der Krieg und Gewalt den Ton Angaben: Bei Osmundsvagr wurden der Orkney Herzog und seine Mannen vom König Olav (dem späteren Heiligen) mit mehr oder minder sanfter Gewalt zum Christentum bekehrt.

Seit Beginn der Neuzeit sammelten sich hier die Nordatlantikfahrer, um sich in der Bucht von Long Hope zu Konvois zum Schutz gegen die europäischen Küstenpiraten zu formieren. Aus der Zeit der napoleonischen Kriege stammen die Wehrtürme – Hackness Martello Towers - von Hackness, die Long Hope sicherten.

Schließlich kam die Royal Navy und errichtete in Lyness den Heimathafen erst für die Grand Fleet, dann für die Home Fleet. Kommt man mit der Fähre von Flotta herüber und lässt den Blick von Lyness nach Süden schweifen, bekommt man noch angesichts der Reste von Krananlagen, Helgen und Lagerhallen eine blasse Vorstellung davon, wie gründlich die Insel in Jenen Jahren umgekrempelt worden war.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

 

N 58°51'11.70"
58.853251

W 3°17'33.80"
-3.292717

   

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