allgemein 01Die Isle of South Uist (gälisch: Uibhist a Deas) ist die zweitgrößte Insel der Äußeren Hebriden. Sie ist knappe 35 km lang und 11 km breit. Bewegt man sich auf der Insel von West nach Ost – oder umgekehrt – wird man feststellen, dass sich die Landschaft stark verändert. Während sich an der Westküste erst ein 20 km langer Strand- und ein ebenso langer Dünenstreifen dem Atlantik entgegenstellen, sieht man weiter in Richtung Osten erst einen Streifen mit vereinzelten landwirtschaftlichen Siedlungen und einen weiteren mit einer großen Zahl von Süßwasserseen. Der östlichste dieser Streifen ist der, durch den die A865 von Nord nach Süd führt. Östlich der Straße erhebt sich ein mächtiges Gebirge, das einen während der gesamten Fahrt auf South Uist begleitet. Für Bergsteiger ist dies ein Paradies.

Entgegen der recht gerade verlaufenden Westküste ist die Ostküste durch tiefe Einschnitte in Form von Fjorden, die sich nach Osten hin dem Meer öffnen, bestimmt. Am Ende dieser Fjorde liegen die Städte der Insel: Lochskipport (gälisch: Loch Sgiophort), Locheynort (gälisch: Loch Aineort) und Lochboisdale (gälisch: Loch Baghasdail).

Faszinierend auf South Uist ist, dass weder die Reformation, noch Regierung oder Landeigner die Kultur der Insel unterdrücken konnten. Bis heute konnten auf der Insel die gälische Kultur, Sprache und katholische Religion überleben. Und dass, obwohl um 1835 herum ein großer Teil der Bevölkerung - zum Teil mit Gewalt - zum Auswandern nach Kanada gezwungen wurde.

Wer South Uist bereist hat nur die Möglichkeit, dieses auf der einen bereits erwähnten Straße zu tun – unterbrochen wird diese Reise aber immer wieder durch Abstecher in die abzweigenden Sackgassen.

allgemein 02Zwei der Höhepunkte auf dieser Fahrt sind zum einen der Ardivachar Point an der Nordwest-Spitze der Insel, den man zu den ältesten Felsen Großbritanniens zählt und der Rueval etwas weiter südlich. Dieser Berg ist bekannt als „der Wunderhügel" und 1957 wurde hier eine fast 10 m hohe Madonnen-Figur mit Kind errichtet. Diese Figur wird Lady of the Isles genannt.

Wer auf Höhe der Orte Lochskipport oder Locheynort mal Lust auf ein wenig Strand haben sollte, dem raten wir zu einem kleinen Spaziergang in Richtung Westen – die einzige Art, hier den Strand zu erreichen. Auf jeden Fall sollte man den Weg nach Ormaceit einschlagen und sich hier das letzte in Schottland erbaute Schloss anschauen – Ormaceit Castle. 1708 fertiggestellt und (lt. Bericht im Schloss) 1715 im Rausch versehentlich niedergebrannt. Somit ist es nicht nur das zuletzt fertiggestellte Schloss in Schottland, sondern auch das mit der kürzesten „Lebensdauer"!

Wer South Uist bereist, sollte einige Dinge in keinem Fall verpassen. Hierzu gehören das schöne Dorf Howmore (gälisch: Tobha Mòr) mit seinen atemberaubenden Ruinen und malerischen Häusern, die Hauptstadt Lochboisdale und das Kildonan Museum, in dem man alles über die Insel, ihre Menschen, Kultur und Archäologie erfahren kann.

Die ganze Reise über South Uist verspricht einen optischen Leckerbissen nach dem anderen – genießt die Insel einfach und nehmt Euch die Zeit, auch die kleinen angrenzenden Inseln zu besuchen.

   

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