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Vorgänger: David II

Nachfolger: Robert III

geboren: 1316

gestorben: 1390

Regierungszeit: 1371-1390

aus dem Hause: Stuart (Stewart)

Kurzbeschreibung: Er begründete die Königsdynastie der Stuart (damals noch Stewart geschrieben)

Robert II war der einzige Sohn von Walter Stewart und von Marjorie Bruce, der Tochter von King Robert the Bruce und dessen erster Ehefrau Isabella von Mar. Er kam per Kaiserschnitt auf die Welt und seine Mutter starb wenige Stunden nach der Geburt.

Regentschaft

1318 beschloss das schottische Parlament eine neue Nachfolgeregelung: Sollte Robert the Bruce ohne einen Sohn sterben, würde sein Enkel auf den Thron folgen. Doch die Geburt von David II im Jahr 1324 verzögerte Roberts Thronbesteigung um beinahe 42 Jahre. Nachdem der noch junge David im Jahr 1329 König geworden war, übernahm der Robert eine wichtige Rolle in den schottischen Regierungsgeschäften. Er war einer der Anführer der schottischen Armee in der Schlacht bei Halidon Hill im Jahre 1333. Nachdem er einige Siege über die Anhänger des abgesetzten Königs Edward Balliol erzielt hatte, wurden er und John Randolph zu Regenten gewählt, während David nach Frankreich in Sicherheit gebracht wurde.

Nachdem Randolph von den Engländern gefangen genommen wurde, war Robert Stewart nun alleiniger Regent. Er konnte die königliche Autorität über Schottland wieder herstellen und ermöglichte damit die Rückkehr Davids im Jahr 1341. In der Schlacht von Neville's Cross im Jahr 1346 wurde King David gefangen genommen und Robert Stewart übernahm erneut als Regent die Amtsgeschäfte.

Wiederstand gegen David II

Nach der Unterzeichnung eines Abkommens in Berwick-upon-Tweed, das die Zahlung eines hohen Lösegeldes vorsah, kehrte David im Jahr 1357 wieder nach Schottland zurück. Doch wegen der Armut des Landes war es nicht möglich, das Lösegeld zu bezahlen. Zwar wurden einige Raten abgestottert, doch David strebte danach, die Schuld zu begleichen, indem er den englischen King Eduard III oder einen seiner Söhne zum schottischen Thronfolger ernennen wollte. Eine weitere Kränkung für Robert war, dass er (wahrscheinlich zu Unrecht) von David beschuldigt wurde, ihn bei Neville's Cross im Stich gelassen zu haben.

Im Jahr 1363 führte Robert Stewart eine Rebellion gegen den König an. Doch die Rebellion wurde bald niedergeschlagen und er musste sich ergeben. Zusammen mit vier seiner Söhne wurde er eingesperrt und erst kurz vor Davids Tod im Februar 1371 freigelassen.

König

Gemäß dem von Robert the Bruce im Jahr 1318 erlassenen Gesetzes trat nun Robert Stewart die Thronfolge an und wurde im März 1371 in Scone zum König gekrönt. Er war kein besonders aktiver König und kümmerte sich kaum um die Regierungsgeschäfte. So übernahmen einflussreiche Adlige die Kontrolle in mehreren Bereichen des Staatswesens. 1378 brach erneut ein Krieg gegen England aus, doch der König beteiligte sich nicht persönlich an den Kämpfen. Nachdem unter anderem Edinburgh niedergebrannt worden war, endete der Konflikt 1388 mit dem Sieg der Schotten in der Schlacht bei Otterborne.

Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der Gebrechlichkeit des Monarchen ernannte 1389 das Parlament seinen zweitältesten überlebenden Sohn, Robert Stewart, 1. Duke of Albany zum Regenten. Der König starb 1390 im Dundonald Castle und wurde in Scone beigesetzt. Sein ältester überlebender Sohn John trat als Robert III die Thronfolge an.

Familie

In erster Ehe vermählte sich Robert mit Elizabeth Mure of Rowallan, mit der er die Söhne John, Walter, Robert und Alexander, sowie die Töchter Margaret, Marjorie, Joan, Elizabeth, Isabella und Katharine, hatte. In zweiter Ehe heiratete er Euphemia of Ross, die Witwe seines ehemaligen Amtskollegen John Randolph. Sie schenkte ihm die Söhne David und Walter sowie die Töchter Margaret, Egidia und Elizabeth.

Seine erste Ehe war lange Zeit umstritten. Er hatte Elizabeth Mure, eine ehemalige Mätresse, im Jahr 1336 geheiratet. Doch viele hielten die Ehe nicht für rechtmäßig, wovon auch die Kinder aus dieser Ehe betroffen waren. 1349 wurde die Heirat wiederholt, um die Ehe zu legitimieren. Diese Tatsache sollte später zu einem Konflikt zwischen den Abkömmlingen der ersten Ehe und jenen der zweiten Ehe führen. Robert II hatte darüber hinaus acht illegitime Kinder von meist unbekannten Frauen.

   
   
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