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schottlandkarte-164

   

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Vorgänger: Jacob I

Nachfolger: Jacob III

geboren: 1430

gestorben: 1460

Regierungszeit: 1437-1460

aus dem Hause: Stuart (Stewart)

Kurzbeschreibung: -

Jacob II wurde als zweiter Sohn von Jacob I und dessen Ehefrau Joan Beaufort geboren. Er hatte einen älteren Zwillingsbruder (Alexander Stewart, Duke of Rothesay), der nach kurzer Zeit starb.

Jacob II war erst siebenjährig, als er 1437 zum schottischen König gekrönt wurde. Die Regierungsgewalt wurde während fast seiner gesamten Herrschaft von anderen ausgeübt. Sein Vater Jacob I war in Perth durch eine Gruppe Adliger, angeführt von Walter Stewart, 1. Earl of Atholl, ermordet worden. Der Plan, die Macht an sich zu reißen, scheiterte jedoch. Stewart und seine Verbündeten wurden gefasst und hingerichtet. Verschiedene Regenten übernahmen daraufhin die Amtsgeschäfte.

Um die Macht der Familie Douglas zu brechen (was jedoch nur vorübergehend gelang), lud der Vormund von Jacob, der damalige Gouverneur des Edinburgh Castle William Crichton im Jahr 1440 den 6. Earl of Douglas, der selber noch ein Kind war, sowie dessen Bruder nach Edinburgh Castle ein und ließ sie entgegen des Gastrechts hinrichten. Eine Geschichte besagt, dass den beiden ein schwarzer Bullenkopf serviert wurde, was als Zeichen des nahen Todes angesehen wurde (Black Dinner).

1449 erreichte Jacob II die Volljährigkeit und heiratete Marie von Geldern, mit der folgende Kinder hatte:

• Jacob III (1451- 1488)
• Alexander
• David
• John
• Mary
• Margaret
• John

Erst ab 1451 begann Jacob sich innenpolitisch durchzusetzen. Im Jahre 1452 ermordete er persönlich auf Stirling Castle den 8. Earl of Douglas. Der Mord führte zu einem bürgerkriegsähnlichen Zustand, der bis 1455 anhielt. Jacob versuchte, die Douglas-Ländereien in seinen Besitz zu nehmen, musste dabei aber wiederholt Rückschläge hinnehmen. Verschiedene Feldzüge endeten unentschieden. Doch dann konnte Jacob die Unterstützung anderer Adliger gewinnen und das Blatt begann sich zu wenden. Im Mai 1455 wurde der Douglas-Clan bei Arkinholm endgültig besiegt.

Uneingeschränkte Herrschaft

Während der darauf folgenden Monate wurden die weitläufigen Ländereien der Douglas' und anderer Adliger durch das schottische Parlament im Namen der Krone enteignet. Der 9. Earl of Douglas floh nach England ins Exil. Jacob konnte endlich nach seinem eigenen Willen herrschen.

Ab 1455 erwies sich Jacob II als aktiver und interventionistischer König. Versuche, die Orkneys, Shetland und Isle of Man unter schottische Herrschaft zu zwingen, waren nicht erfolgreich. Schottlands Hauptfeind England war während dieser Zeit durch die Rosenkriege (Bürgerkrieg von 1455-1485 um die englische Thronherrschaft) geschwächt, sodass sich die schottische Wirtschaft während dieser "Atempause" erholen konnte.

1460 ließ er Roxburgh Castle, die letzte nach den Schottischen Unabhängigkeitskriegen von England gehaltene Burg, belagern. Er starb am 3. August, als eine Kanone in seiner Nähe explodierte. Dabei wurde ihm die obere Hälfte seines Kopfes weggerissen.

   
   
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