durness leiste
Bildquelle: Copyright by Undiscovered Scotland

Im Jahr 1724 gab es hier bereits eine Gemeinde, die sich bis zum 30 km entfernten Tongue erstreckte. Allerdings war es für die Gemeindemitglieder wohl nicht gerade einfach, sich zu treffen, denn von Tongue bis Durness musste man mehrere Fähren nehmen – so kam es einer Weltreise gleich, von einem Ende der Gemeinde zum anderen zu reisen.

Heute wie damals ist dieses nordwestlichste Dorf des schottischen Festlandes ein vom Rest der Welt isolierter Platz. Der einem aber alles bieten kann, was man als Tourist sucht. Angefangen beim Hotel, über mehrere B&Bs, eine Jugendherberge, einen Campingplatz bis hin zu einer Tankstelle (die man trotz des hohen Preises anfahren sollte, denn die nächste ist recht weit) und einem Supermarkt mit Geldautomat ist alles vorhanden.

Ein Platz, den man in jedem Fall besuchen sollte ist die Smoo Cave. Die Höhle hat einen 30 m breiten und 15 m hohen Eingang, der somit der größte von Großbritannien ist. In der Höhle gibt es drei Kammern, von denen man zwei zu Fuß und eine mit einem Schlauchboot gegen Eintritt besuchen kann. Schön ist der 20 m hohe Wasserfall, den man bereits von der zweiten Höhle aus sehen kann. Die Höhle ist ca. 5.000 Jahre alt und wurde schon von Wikingern und Schmugglern (daher der Name) als Versteck genutzt. Auf dem Fußweg hinunter zur Höhle sollte man seinen Blick über die Hänge schweifen lassen– hier legen Touristen immer wieder ihre Namen mit Steinen in die steil abfallenden Wiesen.

Wer bei schlechterem Wetter hier festsitzen sollte, der sollte der Touristeninformation einen Besuch abstatten. Hier befindet sich eine kleine Ausstellung in der man einiges über die hiesige Flora und Fauna und auch über die prähistorische Geschichte erfährt. Aber es gibt auch eine jüngere Geschichte, die hier geschildert wird. Die Schulkinder, die diese Ausstellung ins Leben gerufen haben, fanden bei ihren Forschungen die Namen von Marinesoldaten, die diese in Steine geritzt hatten. Sie schrieben diese Soldaten an und fanden heraus, dass die Bucht ein oft genutzter Anlegeplatz im Zweiten Weltkrieg war – etwas, was nicht einmal das Marineministerium wusste!

Man findet hier auch Informationen zum nahe gelegenen Trainingsgebiet für Bombenabwürfe, das nur wenige Kilometer westlich von Durness am Cape Wrath liegt – bei schönem Wetter sieht man oft genug Flugzeuge, die hier den Anflug und Abwurf üben. Ich kann Euch sagen, da bebt jedes Mal der ganze Campingplatz!!

Wer sich in Durness aufhält, sollte sich auf eine Wanderung zum Farraid Head machen – nicht nur, dass man hierbei durch eine malerische Dünenlandschaft wandert, sondern man kann mit Glück auch Puffins sehen, die hier an einem Felsen ihren Brutplatz haben.

Auch das Cape Wrath kann man besuchen – mit Bus und einer kleinen Fähre erspart man sich laufen und schwimmen.

Durness selber bietet zwar keine architektonischen Wunder – eher im Gegenteil – aber es gibt hier noch eine kleine Künstlerkolonie, die man besuchen kann: Balnakeil Croft Village. Hier kann man Kunsthandwerk direkt ab Künstler erwerben – Batiken, Töpfereien und Lederwaren sind es wert, zumindest mal angeschaut zu werden. Wer beim Betreten des Dorfes der Meinung ist, in eine Kaserne zu kommen, liegt nicht ganz falsch – das Gelände wurde ursprünglich vom britischen Militär genutzt.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

Hames Place
Durness
IV27 4PN

+44 1971 511259

N 58°34'08.25"
58.568960

W 4°44'49.34"
-4.747038

ganzjährig

   

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