helmsdale leiste
Bildquelle: Copyright by Undiscovered Scotland

Helmsdale gab es schon vor dem Jahr 1488, als das Helmsdale Castle gebaut wurde. Das Castle kam zu trauriger Berühmtheit, weil hier der 11. Earl of Sutherland von seiner eigenen Tante vergiftet wurde, damit deren Sohn der nächste Earl werden konnte. Aber der Sohn war wohl doch nicht für die Rolle bestimmt, oder seine Mutter war einfach eine Stümperin – ihr Sohn füllte einen Becher aus der gleichen Karaffe und stieß mit dem Hausherren an. Beide starben und die Tante/Mutter wusste anschließend keinen anderen Ausweg, als sich selber das Leben zu nehmen. Leider verfiel das Castle im frühen 19. Jh. und die Überreste fielen 1970 dem Bau der Brückentrasse der A9 zum Opfer.

Wie alt der Ort nun wirklich ist, steht nicht fest, aber er war bereits ein Stützpunkt der Wikinger. Leider erinnert heute nicht mehr viel an diese Zeiten und das was man heute sieht, erinnert eher an die „düstere Periode" dieser Gegend, die Clearances. Man verjagte die Einwohner der Highlands und der Inseln, um hier profitablere „Einwohner" anzusiedeln – Schafe brachten einfach mehr Geld, als aufmüpfige Schotten.

Aber irgendwo musste man auch mit den Menschen der Highlands hin und selbst der damalige 1. Duke of Sutherland schaffte es nicht, sie alle unter die Erde zu bringen. Also entwarf man 1814 auf dem Reisbrett diese Stadt und siedelte die Vertriebenen hier an. Man stellte sie vor die Wahl: Kolonien, Nordamerika oder hier als Fischer und Farmer. Zu dieser Zeit sah es mit der Überlebenschance in Amerika oder den Kolonien nicht gerade berauschend aus, also entschieden sich viele für die Ansiedlung.

Ihre Entscheidung war richtig, denn 1818 wurde der Hafen gebaut. Man baute ihn 1823 aus und – auf Grund des Herings Boom – 1892 wurde er erneut erweitert, da sonst kein Platz für die große Flotte mehr gewesen wäre. Als der Boom vorbei war, verschwanden auch die Boote, aber das Flair des Dorfes blieb erhalten und heute dient der Hafen in erster Linie der Versorgung des Ortes.

Interessant für Besucher ist das Timespan Museum, in dem man alles über die Region erfährt. In zahlreichen – mit Puppen gestalteten – Szenen wird hier alles über die Hexenverbrennungen, die Clearances und den Goldrausch in der Gegend erzählt.

Adresse

Koordinaten

Öffnungszeiten

N 58°06'55.61"
58.115448

W 3°39'05.92"
-3.651645

   

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