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geboren: 1545 in Yorkshire

gestorben: 1567 in Edinburgh

Kdarnleyurzbeschreibung: Ehemann der Mary Stuart, Titularkönig von Schottland

Henry Stewart war seit 1565 König von Schottland, Herzog von Albany und Earl of Ross, besser bekannt als Lord Darnley, war der Cousin ersten Grades und zweite Ehemann der Mary Stuart, Oueen of Scots und Vater King Jacob I von England, Schottland und Irland.

Heinrich wurde 1545 als ältester Sohn des Matthew Stewart, 4. Earl of Lennox und Margaret Douglas, Tochter des Archibald Douglas, 5. Earl of Angus, in Temple Newsam House in Yorkshire, dem "Hampton Court des Nordens", geboren. Durch seine Mutter war er ein Urenkel König Heinrichs VII von England. Heinrich, der gleichzeitig auch vom schottischen Königshaus abstammte, war - nach Maria Stuart selbst - der nächste Anwärter auf den schottischen Thron. Nach seiner Heirat mit Maria erhielt er zwar den Titel "König", hatte selbst aber keine Regierungsgewalt.

Lord Darnley wuchs in England auf. Er war intellektuell nicht sonderlich begabt, zeichnete sich aber durch seine außerordentliche Geschicklichkeit in militärischen Übungen aus. Nach dem Tode Franz II 1560 sandte ihn seine Mutter nach Frankreich, da sie ihren Sohn gerne als Elisabeths Nachfolger auf dem englischen Königsthron sehen wollte und eine Heirat mit seiner Cousine Maria Stuart ihr das richtige Mittel zum Zweck zu sein schien. In der Folge wurden Mutter und Sohn, die beide englische Untertanen waren, 1561 von Elisabeth inhaftiert, nach kurzer Zeit aber wieder freigelassen. Darnley verbrachte einige Zeit am englischen Hof, bevor er sich 1565 nach Schottland aufmachte. Die Heirat mit Maria Stuart war eine Liebesheirat, gleichzeitig aber auch ein politisches Kalkül. Maria, die ihren neuen Verehrer während einer Krankheit (Masern) gepflegt hatte, entschied sich überraschend, ihn zu heiraten. Sie fand Darnley sei der beste und gutaussehendste Mann, dem sie je begegnet war.

Die Haltung Elisabeth's zu dieser Heirat ist nicht eindeutig und nur schwer zu verstehen. Einerseits hatte sie Darnley die Reise nach Schottland erlaubt und es wird auch behauptet, dass sie Maria in diese Verbindung verwickelt habe. Andererseits haben sie und der Kronrat ihr Missfallen erklärt und Darnley und seinen Vater nach England zurückbeordert. Möglicherweise fürchtete sie zwar die dynastischen Implikationen, begrüßte im Stillen aber die Unruhe, die diese Verbindung am schottischen Hof verursachen würde. Darnley war Katholik und man befürchtete eine Wende in der - protestantischen - Innenpolitik. Tatsächlich protestierte der Earl of Moray, Marias Halbbruder James, gegen die katholische Ehe und ging mit einigen protestantischen Adligen nach England, andere wurden von Maria verbannt. Elisabeth kannte den jungen Darnley, der an ihrem Hof gelebt hatte, und wusste, dass er intellektuell nicht in der Lage sein würde eine ernsthafte Aufgabe in der schottischen Regierung zu übernehmen. Auf jeden Fall kamen Vater und Sohn der Aufforderung nach England zurückzukehren nicht nach und die Hochzeit fand am 29. Juli 1565 in der Kapelle des Holyrood-Palastes in Edinburgh statt.

Die Ehe zwischen der melancholischen 22-jährigen Königin und dem unreifen und eitlen 19-jährigen Darnley endete im Desaster. Es ist nicht zu leugnen, dass Maria, die binnen kurzem schwanger wurde, anfangs in ihren gutaussehenden Bräutigam verliebt war, aber diese Begeisterung kühlte schnell ab und die Eheleute entfremdeten sich rasch. Die Darnleys waren als überheblich und anmaßend bekannt; Heinrich selbst galt als kindisch und hochmütig, mit einem Hang zur Gewalttätigkeit. Er war verwöhnt und maßlos in seinen Forderungen. Seine Stellung als Königsgemahl und seine eingeschränkte Teilnahme an der Staatsführung genügten ihm nicht. Er, der um jeden Preis König werden wollte, fühlte sich in seinem Stolz verletzt, als das Parlament sich weigerte ihn zum König (king in his own right) zu machen. Er war auch anfällig für bösartige Gerüchte und beteiligte sich an einer Verschwörung schottischer Lords, die sich auch gegen den Privatsekretär und Vertrauten der Königin, David Rizzio, wandte. Eifersüchtig ermordete er mit seinen Komplizen den Italiener am 9. April 1566 vor den Augen seiner hochschwangeren Gemahlin. Maria wurde unter Hausarrest gestellt, konnte aber mit Hilfe ihres charakterschwachen Gemahls, der die Fronten gewechselt und sich wieder auf ihre Seite gestellt hatte, nach Dunbar entkommen.

Darnley starb im Februar 1567 unter bis heute nicht geklärten Umständen. Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes James am 19. Juni 1566, der als Jacob I 1603 die beiden Königreiche England-Irland und Schottland in seiner Person vereinigen sollte, war die Erbfolge gesichert und Maria wandte ihre Gunst ihrem zukünftigen dritten Ehemann James Hepburn, vierter Earl of Bothwell, zu. Darnley, dessen Mitverschwörer sich wegen seines Seitenwechsels von ihm abgewandt hatten, war jetzt isoliert. Als Mordgerüchte aufkamen fürchtete er um sein Leben und machte sich auf, Schottland zu verlassen, wurde aber durch verschiedene Umstände an seinem Plan gehindert. Er floh nach Glasgow, wo ihn eine Krankheit (möglicherweise Syphilis, man spricht auch von einer Vergiftung) niederwarf, während der ihn seine Frau öfter besuchte. Möglicherweise versöhnten sich die beiden wieder, denn Darnley wurde überredet wieder nach Edinburgh zurückzukehren.

Mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand reiste er in kurzen Etappen und machte in Kirk o'Field, innerhalb der Stadtmauern Edinburghs, Station. Am Abend des 9. Februar 1567 verabschiedete sich Maria herzlich von ihm und reiste ab zur Hochzeit ihrer Zofe. Kurz darauf gab es in seiner Herberge eine gewaltige Explosion, die das Haus völlig zerstörte. Darnley selbst und sein Diener wurden tot in der Nähe des Hauses in einem Obstgarten außerhalb der Stadtmauern gefunden. Da er unbekleidet war und keine Verletzungen aufwies, nimmt man an, dass er auf der Flucht erdrosselt wurde. Die Täter wurden nie ermittelt. Darnleys sterblichen Überreste wurde in der Kapelle des Holyrood-Palastes beigesetzt.

Darnleys gewaltsamer Tod ist bis heute Gegenstand vielfältigster Diskussionen und Spekulationen. War Maria darin verwickelt? War sie möglicherweise sogar daran beteiligt? Es scheint wahrscheinlich, dass die Königin ihren Liebhaber und zukünftigen Ehemann Bothwell beauftragt hat, den ihrer Liaison im Weg stehenden Gemahl zu beseitigen, aber Beweise gibt es für diese Vermutung keine. Wie auch immer, die Ermordung Lord Darnleys war ein wichtiger Meilenstein auf Marias Weg in den Abgrund, der innerhalb eines Jahres zum Verlust der schottischen Krone und schließlich zu ihrer Hinrichtung führen sollte.

geboren: 521 in Gartan, Irland

gestorben: 597 auf Iona

Kurzbeschreibung: irischer Kirchengründer und Missionar

Columba von Iona (eigentlich: Colum Cille, auch: Columban von Hy, Columban der Ältere, 521/522-597) war ein irischer Mönch und Missionar. Er wurde 521 oder 522 in Gartan (Irland) als Crimthann („Fuchs") geboren. Er entstammt den Cenel Conaill der nördlichen Uí Neill (O'Neill) im heutigen County Donegal, aus denen einige irische Könige stammen. Er ist nicht mit dem jüngeren Columban zu verwechseln. Colum Cille gilt als einer der „drei Patrone" und der „zwölf Apostel Irlands".

Colum Cille wird jung Schüler des Finnian von Clonard und wechselt um 540 ins Kloster Glas Nóiden. Circa 546 gründet er das Kloster Daire Calcaich (Derry). Auch Durrow gilt als seine Gründung und ca. 50 weitere kleinere Kirchen in Irland und Schottland nennen ihn als Gründer. Vermutlich wegen seiner Rolle bei der Schlacht von Cúl Dreimne 561 wird er exkommuniziert, dies jedoch durch die Synode von Tailtiu auf Fürsprache des Brendan von Birr wieder aufgehoben.

Columba beging die erste bekannte Urheberrechtsverletzung der Geschichte und löste den Bücherkrieg aus, als er den hl. Finian in Drumm Finn besuchte und heimlich ein Buch aus dessen Bibliothek abschrieb. König Dermot in Tara urteilte: "Das Kalb gehört zur Kuh, die Kopie zum Buch". Columba verfluchte den König, der daraufhin gegen die mächtige Sippe Columbas in die Schlacht zog. Die umstrittene Evangelien-Kopie existiert angeblich noch heute - es soll das Buch "Cathach" (Krieger) sein, das in einem irischen Museum aufbewahrt wird.

Colum Cille geht 563 oder 565 ins Exil (peregrinatio) nach Alba (Schottland) und gründet mit zwölf Gefährten eine Kirche auf Iona (Schottland). Von dort aus missioniert er bei den Pikten. Er kehrt auch mehrmals nach Irland zurück. Beim Tod des Königs Conall I. von Dál Riata (Dalriada) greift er in die Erbfolge ein und macht Aidan mac Gabhrain zum Nachfolger.

575 dient er als Vermittler beim Königstreffen von Druim Cett und verhindert die Vertreibung der filid (Dichter) aus Irland. Einige altirische Hymnen werden ihm zugeschrieben und seit der Romantik (Ossian) wird er auch immer wieder selbst als Dichter bezeichnet, ohne dass konkrete Belege vorgewiesen werden können. Am Morgen des 9. Juni 597 verstarb er in Iona. Der Ruhm der "heiligen Insel" als Columbas Zentrum christlicher Lehre und Mission verbreitete sich alsbald und machte sie zu einem bedeutenden europäischen Pilgerziel sowie zum Begräbnisort einiger schottischer, irischer und norwegischer Könige.

geboren: 1723 in Kirkcaldy

gestorben: 1790 in Edinburgh

smith adamKurzbeschreibung: Schottischer Moralphilosoph, gilt als Begründer der klassischen Volkswirtschaftslehre.

Herkunft

Über Smiths Leben ist deutlich weniger bekannt als über sein Lebenswerk. Sein gleichnamiger Vater, Direktor eines Bauunternehmens in Kirkcaldy, starb vor seiner Geburt; seine Mutter, Margret Douglas, war die Tochter eines reichen Landbesitzers. Adam Smith und seine Mutter bauten ein sehr inniges Verhältnis zueinander auf. Sie war es auch, die ihn in seiner späteren Ausbildung förderte.

Das genaue Geburtsdatum Adam Smiths ist unbekannt; er wurde am 5. Juni 1723 in Kirkcaldy getauft.

Im Alter von vier Jahren soll Smith entführt worden sein. Jedoch hätten ihn die Entführer bei der Verfolgungsjagd verloren, so dass er nach kurzer Zeit wieder nach Hause gebracht werden konnte.

Überliefert ist weiterhin, dass er die Grundschule in Kirkcaldy absolvierte.

Studium

Adam Smith studierte ab seinem 14. Lebensjahr von 1737 bis 1740 an der Universität Glasgow und besuchte Vorlesungen von Francis Hutcheson, der ihn sowohl in seinen philosophischen als auch ökonomischen Überlegungen beeinflusste. Glasgow zeichnete sich zu dieser Zeit durch einen ökonomischen Aufschwung aus und diente Smith später auch als Objekt seiner ökonomischen Beobachtungen. Sein guter Abschluss im Jahr 1740 brachte ihm ein Stipendium, das ihm ein weiteres Studium ermöglichte.

Von 1740 bis 1746 studierte er Philosophie am Balliol College in Oxford. Sehr wohl fühlte er sich im damals recht beschaulichen Oxford allerdings nicht. Die Atmosphäre empfand er im Vergleich zu Glasgow als rückständig. Unter seinen Kommilitonen hatte er kaum Freunde. Zusätzlich zu den bereits bestehenden antischottischen Vorurteilen verschärfte der Jakobiteraufstand 1745 die Situation. Immer wieder litt er an gesundheitlichen Problemen. So berichtet er in einem Brief an seine Mutter von „einem hartnäckigen Skorbut mit einem Zittern des Kopfes".

Lehrtätigkeit

1746 kehrte Smith nach Kirkcaldy zurück. Er bemühte sich um eine Anstellung, fand aber keine geeignete. Aufgrund der guten Beziehungen der Familie mütterlicherseits und der Fürsprache des Juristen und Philosophen Lord Kames erhielt er schließlich 1748/49 die Möglichkeit, eine Serie öffentlicher Vorlesungen in Edinburgh zu halten, was damals als Voraussetzung für eine Tätigkeit als Universitätsdozent galt. Seine Themen waren umfassend: von englischer Literatur und Rhetorik über Philosophie bis zu Jurisprudenz. In akademischen Kreisen konnte Smith eine große Anhängerschaft gewinnen. Seine Zeitgenossen berichten über riesigen Andrang der Studierenden, obwohl diese Vorträge nicht zum offiziellen Lehrprogramm gehörten. Leider ist über den Inhalt der Vorlesungen kaum etwas überliefert, sie konnten nur über Mitschriften der Studenten rekonstruiert werden.

Im Jahre 1751 (andere Quelle: 1750) wurde er im Alter von nur 27 Jahren Professor für Logik an der Universität Glasgow und 1752 Professor für Moralphilosophie. Somit übernahm er Hutchesons Lehrstuhl und wurde besser bezahlt. Die Moralphilosophie deckte ein weites Spektrum von Theologie über politische Ökonomie bis hin zu Ethik ab, wobei Smiths Unterrichtsniveau als hoch eingestuft wurde. Seine Studenten waren 14 bis 16 Jahre alt. Unterrichtssprache war Latein, Smith unterrichtete bald jedoch als einer der Ersten auf Englisch.

In dieser Zeit entstand seine Freundschaft mit dem Philosophen David Hume.

Sein erstes großes Werk, Theorie der ethischen Gefühle (1759, engl. „The Theory of Moral Sentiments"), wurde zu einem Erfolg und machte ihn rasch bekannt. Es befasste sich mit der menschlichen Natur und ihrem Verhältnis zur Gesellschaft. Nicht eine höhere Instanz, sondern der Mensch selbst setze sich seine Schranken. Smith hatte demnach ein eher positives Bild vom menschlichen Verhalten und akzeptiert nicht das etwa rohe Weltbild das sich, z.B., in Thomas Hobbes' Leviathan manifestiert.

Bildungsreise

1763 legte er seine Professur nieder und nahm den finanziell lukrativen Posten des Tutors des jungen Henry Scott, 3rd Duke of Buccleuch an. Dieser war Stiefsohn von Charles Townshend, der von Smith sehr beeindruckt war, und wurde von Smith von Anfang 1764 bis Ende 1766 bei dessen Bildungsreise auf dem europäischen Kontinent (Frankreich, Schweiz) begleitet. Diese dreijährige Tätigkeit brachte Smith eine lebenslange Rente von 300 Pfund Sterling jährlich ein.

Aus dieser Zeit stammte seine Freundschaft mit den Nationalökonomen Turgot und François Quesnay, den führenden Köpfen des Physiokratismus. Diese Bekanntschaft stellte sicherlich ein Schlüsselerlebnis dar. Weitere Stationen der Reise waren Besuche bei Voltaire in Genf und mit David Hume in den Pariser Salons.

Während dieser Bildungsreise verbrachte er ein ganzes Jahr in Toulouse. Da sein Französisch eher schlecht war und er nicht sehr sprachbegabt war, empfand er diese Zeit als sehr langweilig. Er begann deshalb im Jahr 1764 ein Buch zu schreiben (Der Wohlstand der Nationen). Die Reise musste 1766 abrupt abgebrochen werden, da der jüngere Bruder des Herzogs, der an dieser Reise teilnahm, plötzlich erkrankte und kurz darauf starb.

Letzte Jahre

Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien erschien Der Wohlstand der Nationen (1776) und wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Schon bald folgten Übersetzungen etwa ins Deutsche. Smith beschreibt erneut die Auswirkungen von Eigeninteresse auf die Gesellschaft. Der Mensch neige zu Handel und Tausch und möchte seine Lebenssituation verbessern. Reichtum ergebe sich durch menschliche Arbeit. Smith beschreibt die Bedeutung der Arbeitsteilung und Spezialisierung für den Wohlstand.

Smith verbrachte die meiste Zeit der nächsten elf Jahre in seiner Geburtsstadt Kirkcaldy. Mit seiner im Jahre 1778 erfolgten Berufung zum Zollkommissar von Schottland zog er in das benachbarte Edinburgh. Im Kampf gegen militante Tee- und Branntweinschmuggler war Smith als Zollkommissar rigoros. In Briefen ist überliefert, wie er das Militär zu Hilfe rief und zusammen mit seinen Kollegen an der Küste alte Schiffsrümpfe als Truppenstützpunkte einrichten ließ. Innerhalb von zwei Jahren gelang ihm die Sanierung des schwer maroden schottischen Geldwesens. In dieser Zeit entstanden seine Freundschaften zu dem Chemiker Joseph Black und dem Naturforscher und Geologen James Hutton.

Den Siegeszug der Dampfmaschine des befreundeten Erfinders James Watt erlebte Smith nicht mehr, er starb 1790. Nach seinem Tod wurden auf Smiths testamentarischen Wunsch hin zahlreiche private Aufzeichnungen vernichtet.

Smith muss dem Bild des „zerstreuten Professors" entsprochen haben. Es existiert eine Vielzahl von Anekdoten, die beschreiben, wie er eine vorwiegend geistige Existenz führte. So soll er zeitlebens Selbstgespräche geführt haben und auch einmal im Morgenrock auf der Straße angetroffen worden sein. Andererseits soll Smith überaus höflich gewesen sein. Sein Freund David Hume beschrieb ihn in einem Brief: „Sie werden in ihm einen wahrhaft verdienstvollen Mann finden, wenngleich seine sesshafte, zurückgezogene Lebensweise sein Auftreten und Erscheinungsbild als Mann von Welt getrübt hat." Smith machte mehrere Heiratsanträge, die jedoch alle abgelehnt wurden. Er baute eine ansehnliche Privatbibliothek auf.

Ökonomie

Smiths Wirken in der Ökonomie war vielseitig. So befasste er sich mit Arbeitsteilung und dem Prinzip des freien Marktes, der Verteilungstheorie, der Außenhandelstheorie und der Rolle des Staates.

Smiths Vorlesungen in Moralphilosophie bildeten 1759 die Grundlage für die Veröffentlichung seines philosophischen Hauptwerkes Die Theorie der ethischen Gefühle. Darin bezeichnet er die Sympathie für die Mitmenschen als Grundlage der Moral und als Triebfeder der menschlichen Arbeit. Etwas später erschien sein Werk "On the origin of languages and of the different genius of those which are original and compounded".

1776 erschien sein berühmtes ökonomisches Hauptwerk Wohlstand der Nationen – Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen (Originaltitel: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations), an dem er zwölf Jahre lang zurückgezogen in Kirkcaldy gearbeitet hatte. Das Erscheinen dieses Buches wird als Geburtsstunde der Nationalökonomie angesehen. Zwischen beiden Werken wird oft ein Widerspruch gesehen, der als Adam-Smith-Problem in der ökonomischen Fachliteratur thematisiert wird.

In Wohlstand der Nationen bezeichnet er die Arbeit als Quelle und Maßstab des Wertes. Im Gegensatz zur Anschauung der Merkantilisten und Physiokraten ist ihm jede nützliche Arbeit produktiv. Mit den letzteren bezeichnet er den nicht durch Staatseingriffe gehinderten freien Wettbewerb als Grundlage einer richtigen Arbeitsteilung. Der freie innere und internationale Verkehr bewirkt nach Smith nicht allein eine zweckmäßige örtliche und zeitliche Verteilung von Kräften und Mitteln sowie den Ausgleich von Preisen/ Gewinnen, sondern auch die beste Förderung des Gemeinwohls.

Zu Smiths Zeiten gab es die Ökonomie als Wissenschaft im heutigen Sinn noch nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass Smith als Moralphilosoph aus heutiger Sicht auf einem fachfremden Gebiet arbeitete, als er seine Arbeiten zur Ökonomie verfasste. Eine der Kernfragen der Ethik, der sich Smith als Moralphilosoph auch widmete, lautet: „Was ist bedeutsamer: das allgemeine, gesellschaftliche GlückWohlstand der Nationen, indem er mit empirischen Schlussfolgerungen arbeitet. Seine Folgerung: Das allgemeine, gesellschaftliche Glück werde maximiert, indem jedes Individuum im Rahmen seiner ethischen Gefühle versucht, sein persönliches Glück zu erhöhen. Durch die unsichtbare Hand werde gleichzeitig auch das allgemeine, gesellschaftliche Glück erhöht. Diese Schlussfolgerung ist zwar im Sinne der Ethik durchweg „praktisch" und trifft in so mancher Betrachtung auch zu. Ihre Verallgemeinerung auf ein universales Leitprinzip ist jedoch bis heute umstritten. Gerne vergessen aber sowohl Anhänger als auch Kritiker Smiths die Begrenzung des persönlichen Glückstrebens durch die ethischen Gefühle. oder das persönliche, individuelle Glück?".

Besonders populär geworden ist der von Adam Smith geprägte Begriff der unsichtbaren Hand. Smith benützt die Metapher von der unsichtbaren Hand im Wohlstand der Nationen nur an einer Stelle und zwar in einem Kapitel indem er Handelsbeschränkungen untersucht. Kaufleute, so erklärt Smith dort, investieren oft im eigenen Interesse ihr Kapital eher im eigenen Land als in der Ferne. Er folgert dann weiter unten im gleichen Kapitel: Wenn daher jeder einzelne soviel wie nur möglich danach trachtet, sein Kapital zur Unterstützung der einheimischen Erwerbstätigkeit einzusetzen und dadurch diese so lenkt, dass ihr Ertrag den höchsten Wertzuwachs erwarten lässt, dann bemüht sich auch jeder einzelne ganz zwangsläufig, dass das Volkseinkommen im Jahr so groß wie möglich werden wird. Tatsächlich fördert er in der Regel nicht bewusst das Allgemeinwohl, noch weiß er wie hoch der eigene Beitrag ist. Wenn er es vorzieht, die eigene nationale Wirtschaft anstatt die ausländische zu unterstützen, denkt er eigentlich nur an die eigene Sicherheit, und wenn er dadurch die Erwerbstätigkeit so fördert, dass ihr Ertrag den höchsten Wert erzielen kann, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn. Er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, den zu erfüllen er in keiner Weise beabsichtigt hat.

Smith trat nie dafür ein, dass jeder nur seine eigenen Interessen verfolgen soll. Er sagt nicht, dass in allen Fällen die Verfolgung des eigenen Interesses gut für das Allgemeinwohl sei. Er sagt nur, dass die Verfolgung des Eigeninteresses nicht notwendigerweise dem Allgemeinwohl schade. Oft diene der Einzelne gerade dadurch, dass er sein eigenes statt das öffentliche Interesse verfolgt, besonders effektiv dem Allgemeinwohl. Smith fährt an der obigen Stelle fort: Auch für das Land selbst ist es keineswegs immer das schlechteste, dass der einzelne ein solches Ziel nicht bewusst anstrebt, ja, gerade dadurch, dass er das eigene Interesse verfolgt, fördert er häufig das der Gesellschaft nachhaltiger, als wenn er wirklich beabsichtigt, es zu tun.

Den freien Wettbewerb behindernde Monopole und Kartelle hielt Smith für besonders schädlich. Berühmt ist die Stelle im Wohlstand der Nationen: Geschäftsleute des gleichen Gewerbes kommen selten, selbst zu Festen und zu Zerstreuungen, zusammen, ohne dass das Gespräch in einer Verschwörung gegen die Öffentlichkeit endet oder irgendein Plan ausgeheckt wird, wie man die Preise erhöhen kann. (erstes Buch, Kapitel 10). Dennoch würde Smith die heutigen Anti-Kartell-Gesetzte eher kritisch als Eingriff in die natürlich Freiheit sehen, denn er fährt fort: Solche Zusammenkünfte kann man aber unmöglich durch ein Gesetz unterbinden, das durchführbar oder mit Freiheit und Gerechtigkeit vereinbar wäre, doch sollte das Gesetz keinerlei Anlass geben, solche Versammlungen zur erleichtern, und, noch weniger, sie notwendig zu machen. Hier wendet er sich vehement gegen die damalige Zunftordnung, die ständige Versammlungen dieser Art zwangsläufig mit sich brachte.

Zu Smiths Zeit war trotz der von ihm beobachteten gewissen Erhöhung der Produktion die Armut der einfachen Arbeiter frappierend. Deren Untersuchung widmet er sich intensiv. Des Öfteren habe ich gehört, es sei im schottischen Hochland nichts Ungewöhnliches, dass eine Mutter von ihren zwanzig Kindern nur zwei am Leben erhalten kann.

Bei Lohnverhandlungen sieht Smith Arbeiter in einer viel schwächeren Position als Unternehmer. Dies erklärt Smith damit, dass Unternehmer sich aufgrund ihrer geringeren Zahl viel leichter als die Arbeiter zusammenschließen und eine Art Lohnkartell bilden können. Derartige Zusammenschlüsse gelangen den Arbeitern zum einen aufgrund ihrer großen Zahl und auch deswegen, weil damals Vereinigungen der Arbeiter gesetzlich verboten waren, kaum.

An diesen (und anderen) Stellen seines Werkes wird deutlich, dass Smith eher kritisch gegenüber Unternehmern und Kaufleuten eingestellt war, freilich ohne ihre wichtige Rolle für das Allgemeinwohl in Zweifel zu ziehen.

Weitere Veröffentlichungen von Adam Smith sind unter anderen A Dictionary of the English Language by Samuel Johnson, das er 1755 anonym veröffentlichte und mehrere Essays unter dem Titel Essays on Philosopical Subjects, die 1795 nach seinem Tod veröffentlicht wurden.

Smith verbrannte im Beisein seiner Freunde alle Notizen und Manuskripte. Er wollte so verhindern, der Welt etwas Unfertiges zu überlassen.

Kennzeichnend für Smith ist sein empirisches Vorgehen. Alle seine Folgerungen werden stets durch Beobachtungen und zum Teil intensives Quellenstudium über zurückliegende Preisentwicklungen belegt.

Kapitalmärkte

Smith war gegen ein generelles Zinsverbot. Wie die Erfahrung lehrt, hat das Zinsverbot das Übel des Wuchers noch vergrößert, anstatt es zu verhindern (2. Buch, Kap. 4). Er hielt jedoch die gesetzliche Fixierung eines Höchstzinses, wie es zu seiner Zeit in England der Fall war, durchaus für sinnvoll. Dieser gesetzliche Höchstzins solle seiner Ansicht nach stets etwas über dem üblichen Marktzins liegen, den Schuldner gewöhnlich für die Leihe des Geldes zahlen. Wäre er niedriger festgelegt, dann würde dieser gesetzliche Zins genauso oder annähernd genauso verderblich wirken, wie ein generelles Zinsverbot.

Der gesetzliche Höchstzins sollte aber auch nicht allzu sehr über dem üblichen Marktzins liegen. Läge er in England zum Beispiel bei 8 oder 10%, so würde das Leihgeld größtenteils an unseriöse Geschäftsleute und Plänemacher (original engl.: prodigals and projectors) fließen, da nur sie bereit wären, diesen hohen Zins zu zahlen (2. Buch, Kap. 4). Hier spiegelt sich Smiths Erfahrung mit der Kapitalmarktblase Anfang des 18. Jahrhunderts, der sogenannten "South Sea Bubble", wieder. Er war der Ansicht, dass ein Höchstzins verhindert, dass das Kapital eines Landes jenen soliden Geschäftsleuten entzogen wird, die es höchstwahrscheinlich mit Gewinn und Vorteil verwenden. Überall dort wo der legale Zins nur ein wenig über dem niedrigsten Marktzins festgelegt wird, ziehen die Darlehensgeber die soliden Geschäftsleute den anderen vor, da sie fast soviel Zinsen erhalten, wie sie von den unseriösen zu nehmen riskieren, wobei ihr Geld zudem weit sicherer angelegt ist.

Staatstheorie

Smith sah den gesellschaftlichen Wohlstand in einem System der natürlichen Freiheit am besten verwirklicht. Er geht als Grundprinzip davon aus, das durch die Verfolgung privater Interessen öffentliche Interessen oft am besten erfüllt würden.

Logische Konsequenz ist ein bürgerlicher Rechtsstaat, der kein eigenes Interesse wahrnimmt, sondern nur gesellschaftliche Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt. Dem Staat kommen nach Smith vier zentrale Aufgaben zu:

  1. Organisation der Landesverteidigung;
  2. Schutz jedes Mitgliedes der Gesellschaft vor Ungerechtigkeit und/oder Unterdrückung;
  3. Errichtung und Unterhalt von öffentlichen Anstalten, deren Errichtung oder Erhaltung durch Private nicht möglich wären, aber dennoch für die Allgemeinheit bedeutsam sind, zum Beispiel das Unterrichts- und Transportwesen;
  4. Durchsetzung des Privateigentums.

Die allgemeine Bildung durch den Staat zu sichern, war für Smith ein sehr wichtiges Thema, da er sehr wohl die Gefahren der von ihm propagierten Arbeitsteilung sah. Damit ist die Verdummung von Arbeitern gemeint, die nur wenige Handgriffe ausführen. Der Staat soll dem „einfachen Volk" Schulausbildung zugänglich machen und es sogar, nach seinen Worten, dazu zwingen. Durch diese gebotene Bildung werde dem einfachen Mann ein Aufstieg aus seiner durch Geburt vorgegebenen Situation ermöglicht, welchen er durch eigenen Fleiß erreichen könne.

Aus heutiger Sicht bemerkenswert ist, dass Smith, auch im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen wie etwa James Stewart, keine Staatsaufgabe darin sah Beschäftigung zu sichern.

Die zentrale Funktion des Staates bleibt, das Privateigentum vor Übergriffen zu schützen und die Einhaltung von Verträgen sicherzustellen. Smith lebte jedoch im Zeitalter des europäischen Merkantilismus, der sich hauptsächlich auf die Kontrolle des Außenhandels und damit Interventionismus konzentrierte, gegen den Smith heftig argumentierte. Gleichwohl hielt Smith den damals in England praktizierten Merkantilismus im Allgemeinen für freiheitlicher als denjenigen in vielen Nachbarländern wie etwa in Frankreich.

Aus politischen Gründen konnte er einige seiner Vorstellungen zum Staat nicht klar ausformulieren. Smith war wohl ein Befürworter eines parlamentarisch-republikanischen Staates im Gegensatz zu der herrschenden Monarchie.

Die Schriften von Smith bildeten neben anderen das theoretische Fundament des späteren Manchesterliberalismus.

Kritik

Joseph Schumpeter schreibt in „History of Economics" über Smiths Werk, dass es „keine einzige, analytische Idee oder Methode und kein analytisches Prinzip enthält, die im Jahre 1776 völlig neu gewesen wären."

Gedenken

Heute wird Smith als so bedeutender Wirtschaftstheoretiker angesehen, dass er die am 30. Oktober 2006 vorgestellte, am 13. März 2007 ausgegebene neue 20-Pfund-Sterling-Banknote der Bank of England ziert. Schon früher ist sein Porträt auf einer 50-Pfund-Banknote einer schottischen Bank erschienen. In Edinburgh erinnert seit Juli 2008 unweit der St. Giles Kathedrale ein Denkmal an Adam Smith.

geboren: 1811 in Bathgate

gestorben: 1870 in Edinburgh

simpson jamesKurzbeschreibung: Schottischer Arzt. Er war Professor für Geburtshilfe an der Universität von Edinburgh und untersuchte die Möglichkeiten von Anästhetika.

Im Jahre 1847 führte er das Chloroform zu Narkosezwecken ein. Im Jahre 1853 wurde Queen Victoria bei der Geburt ihres neunten Kindes erfolgreich mit Chloroform anästhesiert. Simpson wurde 1866 in den Stand eines Barons erhoben.

Um 1900 fand man erst heraus, dass Chloroform auch Leberschäden verursachen kann, aber der medizinische Fortschritt bleibt unumstritten.

Von Simpson stammen viele wissenschaftliche Arbeiten über Akupressur. Dieses Verfahren hat mit der traditionellen chinesischen Medizin nichts zu tun, sondern beschreibt eine Unterbindung blutender Gefäße durch Metallnadeln, die unter das Gefäß gestochen und anschließend klammerartig umgebogen werden. Simpson glaubte, im Fadenmaterial die Ursache für Wundinfektionen gefunden zu haben, seine Gefäßnadeln wurden wegen vieler Nachblutungen schnell wieder verlassen. Erfolgreich hingegen wirkte er auf den Gebieten der Geburtshilfe, der Anästhetika, Hospitalismus und der Frauenkrankheiten.

Als Simpson starb, war seine Beerdigung ein öffentliches Ereignis. Heute erinnert an ihn eine Bronzestatue im Park West Princes Street Gardens in Edinburgh.

   
   
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