• Alter Friedhof mit Star Pyramid
  • Blick vom The Mound
  • Landschaft pur...
  • Eisenbahnbrücke über der Firth of Forth
  • Inselchen im Firth of Forth
  • mit alten Verteidigungsanlagen am Firth of Forth
  • westlich von Dundee am Firth of Tay
  • Pictish Symbol Stone in Fife
  • nördlich von Crieff

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geboren: 1859 in Edinburgh

gestorben: 1930 in Croborough

conan doyleKurzbeschreibung: Schottischer Arzt und Schriftsteller. Er veröffentlichte die Abenteuer des Sherlock Holmes und dessen Freundes Dr. Watson. Bekannt ist auch die Figur Professor Challenger aus seinem Roman Die verlorene Welt, die als Vorlage für eine mehrteilige Fernsehserie diente. Der Name Conan war ursprünglich einer seiner Vornamen, wurde aber später von ihm als Nachname verwendet.

Leben

Doyle's Vater Charles Altamont Doyle, ein irischstämmiger Beamter aus aristokratischem Hause, ließ ihn Medizin in Edinburgh studieren.

Ab 1880 unternahm Doyle als Schiffsarzt einige Reisen zur Antarktis und nach Afrika. Von 1882 bis 1890 führte er eine Arztpraxis in Southsea bei Portsmouth, verfasste in seiner Freizeit aber auch schon erste literarische Werke. 1887, mit 28 Jahren, veröffentlichte er die erste Geschichte des Detektivs Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. Watson: A Study in Scarlet (dt. Eine Studie in Scharlachrot). 1890 ging Doyle nach London, ab dem Jahr 1891 konnte er seinen Lebensunterhalt durch die Schriftstellerei bestreiten.

Nunmehr veröffentlichte er Kurzgeschichten seiner beiden Protagonisten im Strand Magazine. 1893 hatte Doyle genug von seinem berühmten Helden, der sein ganzes literarisches Schaffen überschattete, und inszenierte den Tod des Meisterdetektivs im Kampf gegen dessen ärgsten Widersacher. Im selben Jahr wurde Doyle Meister in der Freimaurerloge „Phoenix No. 257" in Portsmouth.

Mit historischen Romanen wie Rodney Stone, Sir Nigel und The White Company hatte Doyle weniger Erfolg, er selbst hielt sie für seine besten Arbeiten. Aus dieser Zeit stammen auch mystische Romane wie The Parasite (1894) und Mystery of the Cloomber (1895).

Im Jahre 1896 ging Arthur Conan Doyle nach Südafrika, um im Burenkrieg zu kämpfen. Für seine Propagandatätigkeit erhielt er 1902 seinen Adelstitel.

Im gleichen Jahr gab er dem Druck der Öffentlichkeit nach, die weitere Sherlock-Holmes-AbenteuerThe Hound of the Baskervilles (dt. Der Hund der Baskervilles – die frühere Übersetzung „Der Hund von Baskerville" suggerierte einen Ort Baskerville). Es entstand noch eine Reihe von Geschichten, deren Ausgangspunkt das überraschende Wiederauftauchen des tot geglaubten Holmes war – nach dem spektakulären „Tod" des berühmten Detektivs 1893 hatte man schließlich keine Leiche gefunden. forderte. Erstes Ergebnis war sein heute wohl bekanntester Roman.

Ab 1906 setzte er sich in mehreren Zeitungsartikeln für George Edalji ein, der zu Unrecht wegen Verstümmelung mehrerer Tiere verurteilt worden war.

Während des Ersten Weltkriegs veröffentlichte Texte wurden von Doyle teilweise antideutsch ausgeschmückt. In dieser Zeit fiel auch sein Sohn Kingsley. Doyle begann sich verstärkt Zukunftsromanen in der Tradition von Jules Verne sowie dem Spiritismus und Mystizismus zu widmen und unternahm dazu auch Vortragsreisen. Unter anderem machte er die sogenannten Feen von Cottingley bekannt, gefälschte Fotos von Feen, an deren Echtheit er fest glaubte. Für Schlagzeilen sorgte seine öffentliche Kontroverse mit dem Zauberkünstler Harry Houdini. Die Freundschaft zwischen Doyle und Houdini zerbrach an zu unterschiedlichen Vorstellungen über Spiritualismus – Doyle akzeptierte nahezu jedes Medium als echt und glaubte sogar, Houdini selbst habe übernatürliche Fähigkeiten, während Houdini zeitlebens keine Séance erlebte, deren Effekte er nicht mit Zaubertricks hätte nachmachen können. 1927 erschien der letzte Sammelband mit Erzählungen vor Doyle's Tod – The Casebook Of Sherlock Holmes (dt. Das Buch der Fälle).

Am 7. Juli 1930 starb Doyle in Folge einer Herzkrankheit in seinem Haus in Windlesham, Sussex. Er war zweimal verheiratet, von 1885 bis zu ihrem Tod 1906 mit Louisa (Louise) „Touie" Hawkins und von 1907 bis zu seinem Tod mit Jean Leckie. Aus seiner ersten Ehe stammten seine Kinder Kingsley und Mary, aus seiner zweiten die Söhne Denis, Adrian und Tochter Jean, genannt „Billie".

Olympia 1908 in London

Bei den Olympischen Spielen 1908 in London berichtete Arthur Conan Doyle, der ein großer Sportfan war, für die Zeitung „Daily Mail" über den Marathonlauf. Sein ausführlicher und emotionaler Bericht in dieser Zeitung (Daily Mail vom 25. Juli 1908) über den Zieleinlauf des geschwächten Italieners Dorando Pietri, dem Kampfrichter und Ärzte über die Ziellinie halfen und der dafür disqualifiziert wurde, ist die Grundlage eines der bekanntesten Mythen der modernen Olympischen Spiele. Gleichzeitig mit seinem Artikel veröffentlichte Doyle auch einen Leserbrief, in dem er zu Spenden für Dorando Pietri aufrief. Dieses große Engagement Doyle's ist wahrscheinlich der Grund für die weit verbreitete, aber unwahre Legende, Doyle selbst habe Pietri über die Ziellinie geholfen.

Werke

Neben seinen Detektivgeschichten hat Doyle ein immenses literarisches Werk hinterlassen, das Sachbücher und Abhandlungen ebenso wie Gedichtbände und Science-Fiction-Literatur umfasst.

Sherlock Holmes

Die deduktive und kriminalanalytische Methode ist bezeichnend für die Figuren Doyle's, der selbst als Arzt sich die Rolle des Dr. Watson zudachte und Sherlock Holmes mit Eigenschaften seines Lehrers an der Edinburgher Universität, Joseph Bell, ausstattete. Die von Doyle in seinen Romanen beschriebenen Methoden, beispielsweise die Daktyloskopie, waren ihrer Zeit teilweise einige Jahre oder gar Jahrzehnte voraus. Dies gilt insbesondere für die grundsätzlich wissenschaftlich orientierte Methodik bei der Verbrechensuntersuchung.
Die Romane und Erzählungen des Detektivduos sind im Artikel Sherlock Holmes aufgeführt.

Professor Challenger
  • The Lost World, 1912 (dt.: Die verlorene Welt / Die vergessene Welt)
  • The Poison Belt, 1913 (dt.: Im Giftstrom / Das Ende der Welt)
  • The Land of Mist, 1926 (dt.: Das Nebelland)
  • The Disintegration Machine, 1928 (Geschichte, a. The Man Who Would Wreck the World, dt.: Die Desintegrationsmaschine)
  • When the World Screamed, 1929 (Geschichte, dt.: Die Erde schreit / Als die Erde schrie)
Andere
  • The Mystery of Sasassa Valley, 6. September 1879 (Doyles erste veröffentlichte Geschichte)
  • The Captain of the Polestar, 1884 (Variation um das Geheimnis der Mary Celeste)
  • The Mystery of Cloomber, 1888
  • Micah Clarke, 1889
  • The White Company, 1891
  • The Parasite, 1894
  • Rodney Stone, 1896
  • Uncle Bernac a memory of the empire (London 1897;N.Y. 1897; dt. Napoleon Bounaparte. Aufzeichnungen eines französischen Edelmannes, Verl. F. Moeser Nachf. Leipzig und Berlin,
  • The Great Boer War, 1900 (auf englisch) – (dt.: Der große Burenkrieg)
  • The War in South Africa: Its Cause and Conduct, 1902 (hierfür bekam er den Adelstitel)
  • Sir Nigel, 1906
  • The History of Spiritualism, 1926 (2 Bände)

geboren: 1599

gestorben: 1658

Kcromwell oliverurzbeschreibung: britischer Lordprotector

Oliver Cromwell regierte als Lordprotektor England, Schottland und Irland während der kurzen republikanischen Periode der britischen Geschichte.

Ursprünglich einfacher Abgeordneter des englischen Unterhauses, wurde Cromwell im Bürgerkrieg des Parlaments gegen King Charles I erst zum Organisator, dann zum entscheidenden Feldherrn des Parlamentsheeres. Mit der von ihm betriebenen Hinrichtung Karls endeten alle Versuche der Stuarts, England in einen absolutistisch regierten Staat umzuwandeln. Allerdings scheiterten am Ende auch Cromwells Bestrebungen, England dauerhaft in eine Republik umzuwandeln.

Herkunft

Oliver Cromwell wurde als Sohn des Landadligen Robert Cromwell und dessen Frau Elizabeth Steward in Huntingdon, in der Grafschaft Huntingdonshire in East Anglia geboren. Sein Vater stammte von Catherine Cromwell ab, einer älteren Schwester Thomas Cromwells, der als Lordsiegelbewahrer Heinrichs VIII. die Loslösung der anglikanischen Kirche von Rom betrieben hatte. Vermutlich um die Verbindung zu dem berühmten Verwandten zu dokumentieren, nahmen die Kinder Catherines deren Nachnamen an, obwohl sie verheiratet war.

Anfänge als Parlamentarier

Während seines Studiums in Cambridge kam Oliver Cromwell erstmals mit den Ideen des Puritanismus in Berührung. Zum bekennenden Puritaner wurde er aber erst in den Jahren 1628 und 1629, als er zum ersten Mal als Abgeordneter für Huntingdon im Unterhaus saß. In den elf Jahren von 1629-1640, in denen Charles I versuchte, ohne Parlament zu regieren, führte Cromwell in Huntingdon das Leben eines wohlhabenden Gutsbesitzers.

1640 berief der König das Parlament wieder ein, weil er für den Bischofskrieg gegen die Schotten dringend Geld benötigte. Cromwell schloss sich sofort den Gegnern des Königs an, welche die Bewilligung der geforderten Steuergelder an die Gewährung politischer Freiheiten knüpften. Im November 1641 gehörte er neben John Pym zu den Initiatoren der Großen Remonstranz, einer Beschwerdeschrift des Unterhauses, in der die Verfehlungen der Regierung Charles I aufgelistet waren.

Im Bürgerkrieg

Am 4. Januar 1642 scheiterte der Versuch des Königs, die Führer der Opposition im Unterhaus zu verhaften. Dieser versuchte Staatsstreich löste den 1. Bürgerkrieg aus. Cromwell stellte auf eigene Kosten eine Staffel gepanzerter Reiter auf, die Ironsides, die zur besten Reitertruppe des Parlaments wurde. Mit ihnen trug Cromwell wesentlich zum Sieg über die Royalisten in der Schlacht von Marston Moor (1644) bei. Vom Parlament mit dem Aufbau eines schlagkräftigen Parlamentsheeres nach dem Vorbild der Ironsides betraut, schuf Cromwell die New Model Army, als deren Kommandeur er 1645 King Charles in der Schlacht von Naseby schlug.

Cromwell und das Parlament suchten nach einer Einigung mit dem gefangenen König auf der Grundlage des bestehenden Rechts. Die Flucht Charles I und sein Bündnis mit den Schotten löste jedoch den 2. Bürgerkrieg aus, der 1648 mit der erneuten Gefangennahme des Königs entschieden wurde. Da dieser aber weiterhin auf seinem göttlichen Recht beharrte und keine Einschränkung seiner Machtbefugnisse durch das Parlament hinnehmen wollte, sah Cromwell keine Möglichkeit mehr, sich mit ihm zu arrangieren. Er entschied, "seinen Kopf abzuschneiden mit der Krone darauf." Nach einem Prozess, in dem das Parlament "Charles Stuart" des Hochverrats und der Tyrannei bezichtigte, wurde der König im Januar 1649 in Whitehall geköpft. Am 15. Mai desselben Jahres wurde England zur Republik erklärt.

Als Staatsoberhaupt des Commonwealth

Cromwells Vorgehen schürte den Ärger der Bevölkerung in Schottland und Irland, die – im Prinzip unabhängige Staaten – durch die englischen Truppen erobert waren. Die Unterdrückung der Royalisten in Irland im Jahr 1649 ist noch immer in den Köpfen der nordirischen Bevölkerung. Das Massaker an etwa 3500 Menschen in Drogheda nach der Eroberung der Stadt – etwa 2700 königstreue Soldaten und alle waffentragenden Männer der Stadt, egal ob Zivilisten, Gefangene oder katholische Priester – ist eines der historischen Menetekel, die noch heute die irisch-englischen und katholisch-protestantischen Beziehungen belasten. Cromwell hielt seinen Befehl zur Massakrierung für gerechtfertigt, denn die Verteidiger der Stadt hatten im Gegensatz zum geltenden Kriegsrecht weitergekämpft, nachdem die Mauern der Stadt gebrochen waren.

In der Friedenszeit nach den Bürgerkriegen regierte Cromwell als Lordprotektor des republikanischen Commonwealth. Er lehnte die Königswürde trotz des Angebots des Parlaments 1657 ab. Er unterdrückte gegen Ende des Krieges Meutereien und Aufstände in der Armee, die durch ausstehende Soldzahlungen ausgelöst wurden. Er zeigte auch keine Sympathien für die Bewegung der Levellers, der Gleichmacher, die sich für die Interessen des Kleinbürgertums einsetzten und von Teilen des Parlaments unterstützt wurden. Die christlich-kommunistischen True Levellers unter Führung von Gerrard Winstanley bekämpfte er sogar aktiv. 1653 entließ er sein Kabinett; seine Außenpolitik – insbesondere der Erlass der Navigationsakte – führte zum ersten Englisch-Niederländischen Krieg. Schrittweise näherte sich sein Regierungsstil einer Militärdiktatur an.

Drei Jahre nach dem Tod Cromwells am 3. September 1658, verlieh das Parlament Charles II die Königswürde.

1661 wurde der Leichnam Oliver Cromwells aus Westminster Abbey exhumiert und einer posthumen Hinrichtung zugeführt. Verscharrt wurden seine Überreste in Tyburn; sein Kopf wurde in den Boden des Sidney Sussex College in Cambridge eingemauert.

geboren: -

gestorben: 1306 in Dumfries

Kurzbeschreibung: Schottischer Adliger und Thronanwärter

John Comyn, Lord of Badenoch, oft einfach als Red Comyn (der rote Comyn) bezeichnet, war ein schottischer Adliger und als Ur-ur-ur-ur-Enkel von King Donald III aus dem Haus Dunkeld einer der Anwärter auf den schottischen Thron.

Nach dem Tod von King Alexander III im Jahr 1286 und der einzigen unbestrittenen Thronerbin Margarete im Jahr 1290 stritten sich dreizehn Personen mit losen Verbindungen zur erloschenen Königsdynastie um die Nachfolge. Die aussichtsreichsten Anwärter waren die Häuser Balliol, Comyn und Bruce. John Balliol erhielt die Unterstützung der Comyns und "Red Comyn" heiratete Balliols Schwester, um die Allianz zu festigen. John Balliol bestieg 1292 den Thron, wurde aber bereits vier Jahre später durch den englischen King Eduard I abgesetzt und verbannt.

Am 10. Februar 1306 traf sich John Comyn zu einem geheimen Treffen mit seinem Hauptrivalen Robert Bruce, dem späteren King Robert I. Die Verhandlungen fanden in der Franziskanerkirche von Dumfries statt. Das Treffen endete mit einem heftigen Streit. Voller Zorn zog Bruce seinen Dolch und verletzte seinen Widersacher schwer. Als Bruce aus Angst aus der Kirche floh, betrat dessen Begleiter Sir Roger de Kirkpatrick das Gebäude, fand den noch lebenden Comyn und tötete ihn. Dabei sagte er "I mak sikkar" (auf Scots bedeutet dies ungefähr "ich gehe auf Nummer sicher"). Bis heute ist dies der Wahlspruch der Familie Kirkpatrick.

Da der Mord auf heiligem Boden geschehen war, wurde Robert the Bruce von Papst Klemens V mit dem Kirchenbann belegt. Der Clan, der heute von den Comyns abstammt, ist heute unter dem Namen Cumming bekannt.

Im Auftrag Comyns entstand 1269 das Blair Castle.

geboren: 1936 in Kilmany

gestorben: 1968 in Hockenheim

Kurzbeschreibung: James „Jim" Clark Jr. war ein britischer Rennfahrer und zweifacher Formel-1-Weltmeister (1963 und 1965).

Jim Clark gilt bis heute als einer der besten Formel-1-Piloten der Geschichte und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna. Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod Formel-1-Rekord dar.

Er wurde im Südosten Schottlands in der Grafschaft Berwickshire als Sohn eines Farmers mit großer Schafzucht geboren. Nach Beendigung der höheren Schule in Edinburgh mit einem Abschluss, der der mittleren Reife vergleichbar ist, machte er eine Lehre als Landwirt im elterlichen Betrieb.

Seine sportlichen Hobbys in der Jugend waren Leichtathletik und Hockey. Mit 18 Jahren machte er den Führerschein und nahm an lokalen Clubrennen in Schottland teil. Diese Rennen bestritt er mit deutschen Automobilen der Marken DKW und Porsche.

Die ersten größeren, nationalen Rennen fuhr er 1958 für eine private Renngemeinschaft mit einem Jaguar D-Typ und gewann auf Anhieb. In diesem Jahr startete er bei 33 Rennen, von denen er 20 gewann und acht zweite Plätze erreichen konnte. Überlegen gewann er seinen ersten Titel, den Scottish Speed Championship. Das letzte Rennen dieser Saison bestritt er auf einem Lotus Elite und lernte dabei Colin Chapman, den Eigentümer von Lotus kennen. In seiner letzten Saison bei der Renngemeinschaft im Jahre 1959 konnte er 23 Siege und neun zweite Plätze für sich verbuchen.

Clark war damals schon bekannt für seinen schonenden Fahrstil und sein Talent, sich auf ein Fahrzeug einzustellen.

Ab 1960 fuhr Clark in der Formel 1, ausschließlich für Lotus unter Teamchef Colin Chapman, zu dem er eine freundschaftliche Beziehung pflegte.

Im September 1961 war Clark in einen der schwersten Unfälle der Formel-1-Geschichte verwickelt. Beim Großen Preis von Italien in Monza kollidierte Wolfgang Graf Berghe von Trips in seinem Ferrari mit Jim Clark in der zweiten Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve. Bei diesem als „schwarze Stunde der Formel 1" bezeichneten Unfall schleuderte der Ferrari von Berghe von Trips auf den seitlichen Erdwall der Geraden vor der Kurve und prallte gegen die Drahtabzäunung vor der Tribüne, wobei 15 Zuschauer getötet und 60 weitere verletzt wurden. Berghe von Trips wurde dabei aus dem Rennwagen geschleudert und war durch einen Genickbruch sofort tot.

Sein erstes Formel-1-Rennen gewann Clark 1962 im belgischen Spa, wo zwei Jahre zuvor sein damaliger Teamkollege Alan Stacey tödlich verunglückt war. Im selben Jahr wurde er Vize-Weltmeister.

1963 und 1965 wurde er Weltmeister. Dazwischen, im Jahre 1964, gewann er zwar drei der ersten fünf Rennen, fiel aber in den restlichen fünf Rennen durch technische Defekte am neuen Lotus aus und wurde WM-Dritter.

1965 gewann er das Indianapolis 500. Auch 1966 gewann er das Rennen, aber durch einen Fehler der Rennleitung bei der Addition aller Rennrunden wurde Graham Hill zum Sieger erklärt. Clark überließ ohne Proteste den Sieg seinem Kollegen Graham Hill.

Ab der Saison 1966 wurden neue Regeln eingeführt und der Hubraum verdoppelt, aber Lotus hatte noch keinen geeigneten Motor und musste vorerst weiterhin die Coventry-Climax-Aggregate verwenden.

Von BRM wurde der aus zwei Achtzylindern zusammengesetzte 16-Zylinder-Motor zur Verfügung gestellt. Das schwere vibrierende Aggregat mit unausgereifter Motor/Getriebe-Abstimmung bezeichnete selbst BRM-Stammfahrer Jackie Stewart als „unfahrbar". Trotzdem gewann Clark in Watkins Glen mit diesem BRM H16 in seinem Lotus 33. Der Sieg in diesem Wagen war der einzige F1-Sieg eines 16-Zylinders.

Im dritten Rennen des Jahres 1967 wurde der bahnbrechende Lotus 49 eingeführt, mit dem ebenso neuartigen Ford-Cosworth DFV V8. Das Triebwerk wurde bis 1982 zum erfolgreichsten Motor der Formel-1-Geschichte. Clark oder Teamkollege Graham Hill erzielten in dieser Saison alle Trainingsbestzeiten. Im Rennen erlitt der Lotus jedoch meist Defekte, was Clark aber nicht daran hinderte, vier von neun Rennen zu gewinnen. Am Nürburgring holte Clark die Pole-Position mit über neun Sekunden Vorsprung.

Der Grand Prix von Italien 1967 gilt als das größte Rennen Clarks – obwohl er es nicht gewann – und als das vielleicht beeindruckendste der F1-Historie, noch vor den Siegesfahrten Fangios beim GP Deutschland 1957 und denen von Moss 1961 an gleicher Stätte. Clark lag mit seinem Lotus 49, Chassis R 2, in Führung, verlor dann eine ganze Runde an der Box, holte diese anschließend wieder auf und setzte sich erneut an die Spitze. Dabei verbesserte er ständig den Rundenrekord und erreichte die Zeit seiner Trainingsbestleistung. Kurz vor Schluss konnten die Benzinpumpen die Restmenge Sprit nicht mehr fördern und Clarks Wagen rollte nur noch als Dritter über die Ziellinie aus. John Surtees gewann das Rennen für Honda. Da ansonsten nur noch ein Punkt aus einem sechsten Platz zu Buche stand, wurde er 1967 WM-Dritter hinter den Piloten des zuverlässigen Brabham-Repco.

Eine ähnliche Demonstration seines Talents zeigte Clark beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring Phil Hill, Olivier Gendebien, Willy Mairesse, Mike Parkes, Pedro Rodriguez oder Lorenzo Bandini. Deren Wagen leisteten 270 PS (Dino 246 SP) und gar 390 PS (330 GTO). Clark wurde im Training Siebter. Aus der ersten Runde kam er mit etwa 20 Sekunden Vorsprung, nach der sechsten Runde betrug sein Vorsprung bereits knapp zwei Minuten. Obwohl es immer trockener wurde, hatten die anderen Fahrer keine Chance gegen Clark. Aber wie in Monza 1967 gab es auch hier kein siegreiches Ende. Der Auspuff riss in der zwölften Runde und es gelangten Gase ins Cockpit, die Clark benommen machten. Er kam von der Fahrbahn ab, blieb aber unverletzt. 1962. Clark fuhr den vergleichsweise winzigen Lotus-Sportwagen vom Typ 23, ausgerüstet mit einem 1,5-Liter-Fordmotor, der maximal 110 PS Leistung abgab. Es war zunächst ein Regenrennen und die Konkurrenz von u. a. Ferrari hatte eine ganze Armada von 2,5-Liter- und 4-Liter-Prototypen aufgefahren, mit Weltklassefahrern.

Tödlicher Unfall

Dann wurde die Werbung mit Tabak eingeführt, und auch Jim Clark sollte mit den neuen rollenden Litfaß-Säulen Geld verdienen, auch bei Formel-2-Rennen. Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagenrennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde.

Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr.

Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance hatte. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war.

Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde.

An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich" zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.

Clarks Tod erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockierte insbesondere die Fahrerkollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten sei. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich." Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Senna's.

Jene Jahre des Rennsports waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Topkategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodriguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in ihren Rennwagen ums Leben.

Vermächtnis

Seit 1997 wird im schottischen Duns, wo Clark aufwuchs, jährlich im Juli das Rallye-Rennen Jim Clark Memorial Rally zu seinen Ehren veranstaltet. Von 1969 bis 1984, also so lange wie die Formel 2 bestand, wurde alljährlich im April auf dem Hockenheimring das zur Europameisterschaft zählende „Jim Clark-Gedächtnisrennen" ausgefahren. Seit 2005 findet auf dem Hockenheimring das jährliche Jim Clark Revival statt.

Der „Jim Clark Room" im schottischen Duns, unweit seiner Farm Edington Mains im Borderland, wird noch heute jährlich von vielen Tausenden Fans aus aller Welt besucht. Auch Ayrton Senna besuchte diesen Ausstellungsraum, um ungestört von Presse und Neugierigen mehr über sein Idol zu erfahren, und hielt in der ehemaligen Schule Clarks in Edinburgh einen Vortrag.

In Jim Clarks Geburtsort Kilmany, Fife, nördlich von Aberdeen, einem sehr kleinen Dorf, enthüllten Ende der 1990er-Jahre Jackie Stewart und andere Prominenz eine Bronze-Statue in Lebensgröße. Als Vorlage für den Bildhauer diente das Lieblingsfoto von Clarks Mutter, das Jim anlässlich des GP Belgien 1967 in Spa durch die Boxengasse gehend zeigt.

Privat

Zu Clarks Hobbys zählten das Fotografieren, die Jagd und Jazz-Musik, speziell von Louis Armstrong und Ella Fitzgerald. Seine bescheidene Art wurde dadurch unterstrichen, dass er sehr heimatverbunden war, wenig Alkohol trank und Nichtraucher war. Clark war Junggeselle geblieben, war jedoch dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt, benahm sich aber nie wie ein Playboy.

Zahlen, Daten, Fakten – Formel 1

Im Jahre 1968 gewann Clark noch im Januar das erste F1-Rennen der Saison in Kyalami, wodurch er mit nun 25-GP-Siegen Juan Manuel Fangio überholte.

Bei 72 GP-Starts erzielte Clark 25 Siege, 33 Trainingsbestzeiten und 28 schnellste Runden. Dazu 13 Hattricks, also Pole, Sieg und schnellste Rennrunde im gleichen Rennen. Nur Fangio hat eine bessere Start-Pole-Quote und neben Ascari eine bessere Start-Sieg-Quote aufzuweisen. Clarks Hattrick-Quote ist bis heute unerreicht. Schumacher hat zwar die Gesamtzahl erreicht und übertroffen, benötigte dafür aber rund die dreifache Anzahl von Starts.

Damals wurden noch viele nicht zur Weltmeisterschaft zählende Formel-1-Rennen ausgetragen. Zählt man diese hinzu, kommt Clark auf über 50 Formel-1-Siege. Dazu kommen Erfolge bei Sportwagen und selbst Tourenwagen, auf dem Lotus Cortina.

   
   
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