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geboren: 1721 London

gestorben: 1765 in London

cumberlandKurzbeschreibung: bedeutender britischer-hannoverscher Heerführer

Jugend und erster Einsatz im Österreichischen Erbfolgekrieg

Prinz Wilhelm August war der dritte Sohn von Georg II von Großbritannien und dessen Gattin Prinzessin Caroline von Brandenburg-Ansbach, war ein bedeutender britischer Heerführer. Wilhelm August wurde in London geboren, wohin seine Eltern gezogen waren nachdem sein Großvater, Georg I, König von Großbritannien wurde. Im Alter von vier Jahren wurde er zum Baron Alderney, Viscount Trematon, Earl of Kennington, Marquess of Berkhampstead und Duke of Cumberland erhoben.

Er trat früh in den Militärdienst und begleitete 1743 seinen Vater als Generalmajor zur Pragmatischen Armee im Österreichischen Erbfolgekrieg in Deutschland. Dort nahm er an der Schlacht bei Dettingen am 27. Juli 1743 teil. Er erhielt 1745 das Oberkommando über die alliierte Armee in den Niederlanden und verlor mit dem holländischen General Königsegg am 12. Mai 1745 die Schlacht bei Fontenoy gegen den Marschall von Sachsen.

Der zweite Jakobiteraufstand

1746 wurde er mit dem Oberbefehl über die Truppen, die gegen den Thronprätendenten Bonnie Prince Charlie entsandt wurden, betraut. Anstatt weiter auf das völlig überraschte London vorzurücken, wurde Bonnie Prince Charlie von seinen Hochländern zum Rückzug nach Schottland gezwungen, um dort die Truppen erneut aufzubauen. Am 16. April 1746 konnte der Herzog von Cumberland diese total erschöpfte, hungernde und schlecht ausgerüstete Armee von knapp 5.000 Mann in der Schlacht bei Culloden vernichtend schlagen. Ihm unterstand eine gut ausgerüstete, disziplinierte und trainierte Armee von 9.000 Mann. Mit seiner fast doppelt so starken Übermacht aus regulärer Armee und zusätzlich ausgehobenen Truppen unter besserer und stärkerer Bewaffnung brauchte er nur knapp 25 Minuten, um die Clanarmee zu vernichten, und er kannte dabei keine Gnade. In England wurde Cumberland nach seinem Sieg in Culloden als großer Retter gefeiert. In Schottland schimpfte man ihn fortan nicht ohne Grund den „Schlächter" (the butcher of Culloden). Nach der Schlacht kam es zu keinem weiteren jakobitischen Aufstand mehr.

Österreichischer Erbfolgekrieg II

Vom König zum Generalkapitän aller britischen Truppen ernannt, vom Parlament durch eine jährliche Zulage von 25.000 Pfd. Sterl. geehrt, übernahm er den Oberbefehl in den Niederlanden von neuem, wurde aber in der Schlacht bei Lauffeldt unweit Maastricht nochmals vom Marschall von Sachsen (2. Juli 1747) geschlagen. In England wurde er nach dem Frieden zu Aachen 1748 Kanzler der Hochschule zu Dublin.

Siebenjähriger Krieg

Im Siebenjährigen Krieg erhielt er das Kommando der Armee in Deutschland, wurde 1757 von d'Estrées in der Schlacht bei Hastenbeck geschlagen und schloss unter dänischer Vermittlung die Konvention von Kloster Zeven, in deren Folge sich seine 40.000 Mann starke Armee über die Elbe zurückzog und das Kurfürstentum Hannover in den Händen der Franzosen ließ.

Zurückgerufen, legte er seine militärischen Stellen nieder, zog sich nach Windsor zurück und starb am 31. Oktober 1765 in London.

geboren: 1736 in Greenknock

gestorben: 1819 Heatfield

watt jamesKurzbeschreibung: Schottischer Erfinder. Seine größte Leistung war die Verbesserung der Dampfmaschine.

Kindheit und Jugend

James Watt wurde als Sohn armer, aber sehr gebildeter Eltern geboren. Sein Vater war Zimmermann und Konstrukteur von nautischen Geräten, Watts Großvater war national-schottisch eingestellter Mathematiklehrer gewesen. James war ein kränkliches Kind, das u.a. unter chronischen Kopfschmerzen litt. Die Eltern unterrichteten ihn deshalb teilweise selbst. Schon als Junge experimentierte er eifrig und soll die Funktionsweise von jedem Gegenstand, den er in die Hand bekam, erforscht haben. Darüber hinaus war ein eifriger Sammler von Pflanzen und Steinen, las alles, was er unter die Finger bekam, und erfand selber Geschichten.

Für ein Medizinstudium, für welches Watt sich interessierte, waren seine Eltern jedoch zu arm. Deshalb begann Watt in London eine inoffizielle Mechanikerlehre, nachdem er im schottischen Glasgow keinen Lehrherrn finden konnte. Da diese ihm jedoch schon bald nichts Neues mehr zu bieten hatte, brach er sie vor Ablauf der vorgeschriebenen sieben Jahre ab. Er konnte sich deshalb nicht als Handwerker niederlassen und hatte Glück, dass er 1757 eine Stelle als Instrumentenmacher an der Universität von Glasgow erhielt; gegen eine eigene Werkstatt hatten die Glasgower Zünfte aus Konkurrenzgründen wegen der unabgeschlossenen Ausbildung Einspruch erhoben. Dort fertigte und reparierte er für die Universität Instrumente wie Kompasse und Quadranten. Sein Einraum-Labor, welches nach einem Jahr um ein zweites – zu Straße gelegenes Zimmer mit Schaufenstern erweitert wurde, entwickelte sich schon bald zum Treffpunkt von Dozenten und Studenten. Obwohl „nur" Handwerker, fand Watt, der von seinen Zeitgenossen als außerordentlich bescheiden und liebenswürdig beschrieben wurde, an der Universität viele Freunde. U.a. war er mit dem Ökonomen Adam Smith befreundet.

1760 heiratete Watt seine Jugendliebe Margaret Miller. Von ihren Kindern überlebte nur der Sohn James.

Herausforderung Dampfmaschine

1764 erhielt Watt den Auftrag, eine Dampfmaschine nach der Bauart von Thomas Newcomen zu reparieren. Diese Maschinen waren für ihren exorbitanten Energiebedarf berüchtigt. Watt beschloss, die Maschine – basierend auf Vorarbeiten von Denis Papin – zu verbessern. Er lernte neben Französisch und Italienisch auch Deutsch, um deutsche Schriften zur Wärmetheorie zu lesen. Schließlich kam Watt die entscheidende Erkenntnis: Um das fortwährende, wechselweise Aufheizen und Abkühlen des Zylinders zu vermeiden, verlegte er die notwendige Kondensation des Wasserdampfes in einen separaten Behälter, den Kondensator. Zusätzlich isolierte er den Zylinder, um die Wärmeverluste zu verringern. Statt des atmosphärischen Luftdrucks, wie bei den Vorgängermaschinen von Denis Papin, Thomas Newcomen und anderen, setzte er den Dampfdruck auch für den Kolbenrückstoß ein.

Bei der Umsetzung dieser Ideen ergaben sich jedoch technische Schwierigkeiten. Um seine Verbesserungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit bis zur Patentreife zu entwickeln, musste Watt seinen Job an der Universität aufgeben. In den folgenden Jahren häufte er Schulden an, obwohl er nebenbei als Feldvermesser arbeitete, um seine Familie über Wasser zu halten. Außerdem war er häufig krank. Erst 1769 fand er in dem Eisenfabrikanten John Roebuck (1718–1794) einen Finanzier und konnte seine Erfindungen patentieren lassen. Dieses Patent mit der Nummer 913 vom 5. Januar 1769 gilt als eine der bedeutendsten Erfindungen der Technikgeschichte. Moderne Dampfkraftwerke funktionieren immer noch nach diesem Prinzip. Watts erste Verbesserungen der Dampfmaschine ermöglichten gegenüber den Vorläufermodellen bereits eine Ersparnis an Steinkohle von über 60 Prozent.

Doch beim Bau einer ersten großen, wirklich einsatzfähigen Dampfmaschine ergaben sich neue Schwierigkeiten. U.a. gelang es zunächst nicht, einen dampfdichten Zylinder herzustellen. John Roebuck ging bankrott. Unterdessen starb in seiner Abwesenheit seine Frau. Erst mit Hilfe des Industriebarons Matthew Boulton, der Roebucks Nachlass übernahm, konnte Watt schließlich eine einsatzfähige Dampfmaschine herstellen. Sie wurde 1776 in der Fabrik von John Wilkinson installiert. Wilkinson hatte damals den führenden mechanischen Betrieb in Großbritannien und es geschafft, für Watts Dampfmaschine endlich einen Zylinder in der gewünschten Qualität zu fertigen. In der Folge fertigten Boulton und Watt in ihrer gemeinsamen Dampfmaschinenfabrik in Soho bei Birmingham Maschinen in Serie, die sie jedoch nicht verkauften, sondern verliehen. Als Nutzungsentgelt verlangten sie ein Drittel der gesparten Betriebskosten. Doch obwohl eine große Nachfrage nach den Maschinen bestand, konnte die Firma erst ab 1785 Gewinne machen. Außerdem wurden Watt und Boulton wegen ihres Monopols vielfach angefeindet.

Weitere Erfindungen

1781 wandelte Watt den Kolbenhub mittels eines Schubkurbelgetriebes in eine Drehbewegung um. 1782 konstruierte er eine Dampfmaschine, bei der der Kolben von beiden Seiten durch Dampf bewegt wird. Damit hatte James Watt nun eine Dampfmaschine entwickelt, bei der die komplette Arbeit vom Dampf geleistet wurde, und nicht mehr ein Teil der Arbeit vom relativ niedrigen natürlichen Luftdruck. Auf diese Weise wurden wesentlich stärkere Maschinen möglich. Bei dieser Dampfmaschine drückt der Kolben den Balancier nach oben und zieht ihn nach unten. Damit diese in zwei Richtungen wirkenden Kräfte übertragen werden konnten, wurde statt einer Kette eine Kolbenstange benutzt. Zur linearen Führung der Kolbenstange am pendelnden Balancier erfand Watt 1784 das Wattsche Parallelogramm. 1788 stattete er seine Dampfmaschinen mit einem Fliehkraftregler zur Regelung der Geschwindigkeit aus und komplettierte 1790 seine Maschinen durch die Erfindung eines Sicherheitsventils. Außerdem führte er die Pferdestärke (PS) als Maßeinheit für die Leistung ein.

Die Dampfmaschinen von Watt erreichten mit allen diesen Verbesserungen schließlich einen Wirkungsgrad von 3 %, das sechsfache der Maschinen von Newcomen. Der Bau einer Hochdruckmaschine verzögerte sich jedoch wegen Watts Angst vor Explosionen und seinen bis 1800 laufenden Patenten. Als Richard Trevithick (1771–1833) im Jahre 1804 eine auf Rädern und Schienen fahrende Dampfmaschine konstruierte und mit fünffachem Atmosphärenüberdruck betrieb, wünschte Watt ihm ob des Leichtsinns den Strick um den Hals.

Lebensabend

Watt stieg im Jahre 1800 aus seinem Unternehmen aus und übergab seine Anteile an seine Söhne James und Gregory. Er selbst zog sich nach Heathfield zurück, wo er an diversen weiteren Erfindungen arbeitete, darunter Dingen, die eher dem Zeitvertreib als dem ernsthaften technischen Einsatz dienten. Er lebte äußerst gesellig und seine Gäste schwärmten, dass man sich mit ihm über alle Themen unterhalten könne. Der schottische Nationaldichter Walter Scott äußerte sich einmal erleichtert darüber, dass Watt Ingenieur geworden war. Dessen Talent zum Geschichtenerzählen hätte ihm sonst ernsthaft Konkurrenz gemacht.

Würdigung

Dampfmaschinen beflügelten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders die Eisenindustrie – und diese wiederum erweiterte das Einsatzgebiet für Dampfmaschinen. Das Entstehen von Industriestädten, die sozialen Umwälzungen der Industrialisierung mit all ihren Folgen, der Mobilitätssprung durch Dampfbahnen und –schiffe hätten ohne Watts Verbesserungen möglicherweise erst Jahrzehnte später eingesetzt.

Zu seinen Ehren wurde außerdem die SI-Einheit der Leistung mit Watt benannt und ersetzte das bisher verwendete, von ihm eingeführte PS.

Die britische Institution of Mechanical Engineers nannte ihre höchste Auszeichnung die "James-Watt-Medaille". Diese gilt heute als die weltweit renommierteste Auszeichnung auf dem Gebiet des Maschinenbaus.

geboren: 1892 in Brechin

gestorben: 1973 in Inverness

watson wattKurzbeschreibung: Schottischer Physiker, er gilt als einer der Erfinder des Radars

Watson-Watt war zunächst Assistent am Institut für Naturphilosophie des University College in Dundee, damals Teil der Universität St Andrews. Ab 1936 war er Direktor im britischen Luftfahrtministerium.

Er arbeitete über die Reflexion von Radiowellen in der Meteorologie. 1919 ließ er sich ein Verfahren zur Ortung von Objekten mittels Radiowellen (Radar) patentieren, das nach Weiterentwicklungen (Entwicklung des Sicht- oder Kurzzeitpeilers; Watson-Watt-Peiler) 1935 erstmals zur Radarortung von Flugzeugen im Meterwellenbereich eingesetzt werden konnte. Am 26. Februar 1935 gelang dem Wissenschaftler der Versuch, den testweise den Ort Daventry anfliegenden Bomber des Typs Handley Page H.P.50 mittels Radar zu entdecken.

Watson-Watt war maßgeblich an der Entwicklung der britischen Radaranlagen im Zweiten Weltkrieg beteiligt.

geboren: 1270 in Paisley

gestorben: 1305 in London

wallaceKurzbeschreibung: schottischer Freiheitskämpfer

Sir William Wallace of Elderslie, eigentlich William Walleys, war ein schottischer Freiheitskämpfer. Wallace errang am 11. September 1297 bei der Schlacht von Stirling Bridge einen sensationellen Sieg über die englischen Truppen, verjagte sie aus Schottland und verfolgte sie bis nach Nordengland.

Person

William Wallace entstammte einer in den 1130er Jahren aus Wales – daher der Name „le Walleys" – im Gefolge von Walter Fitzalan, dem Begründer der späteren Stewart/Stuart-Dynastie, nach Schottland eingewanderten Ritterfamilie. Als dritter Sohn (seine älteren Brüder hießen Malcolm und John) war er landlos und wurde wahrscheinlich von seinen beiden Onkeln erzogen, die beide katholische Priester waren. Statt der wohl für ihn angedachten Karriere als Geistlicher schlug Wallace einen anderen Weg ein, von dem kaum Informationen überliefert sind. Es wird vermutet, er habe als Soldat in englischen Diensten gestanden.

Über die Größe von Wallace wird spekuliert. Der Überlieferung nach soll er ein 1,96-Meter-Hüne gewesen sein – was zu jener Zeit eine wirklich enorme Größe war, wenn man bedenkt, dass der Durchschnittsmann gerade einmal 1,58 m groß war. Historiker können jedoch nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich um einen überdurchschnittlich großen Mann gehandelt hat. Sein Schwert war ein schottisches, beidhändig zu führendes Langschwert, ein sogenanntes Claymore. Nach der Überlieferung war es 5 Fuß (etwa 150 cm) lang.

Historische Bedeutung

Wallace rief das Volk gegen Eduard I von England („Edward the Longshanks") auf, der die Oberherrschaft über Schottland beanspruchte und den schottischen König John de Balliol 1296 zur Abdankung gezwungen hatte. Wallace errang am 11. September 1297 bei der Schlacht von Stirling Bridge einen sensationellen Sieg über die englischen Truppen, verjagte sie aus Schottland und verfolgte sie bis nach Nordengland. Danach als Ritter zum Reichsverweser geschlagen, wurde er aber am 22. Juli 1298 von Eduard in der Schlacht von Falkirk besiegt. Hiernach hielt er sich wahrscheinlich zeitweilig in Frankreich auf. Vom schottischen Adel verraten, wurde er am 3. August 1305 bei Glasgow gefangengenommen und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 23. August 1305 statt. Der Legende nach soll er noch unter der Folter seinen Peinigern zugerufen haben, dass er Schotte sei und Longshanks nicht als seinen König anerkenne, bevor er schließlich seinen Qualen erlag. Schriftlich überliefert sind die Worte: „Ihr englischen Hunde ihr, verweichlichte Weiber seid ihr, küsst meinen schottischen Hintern und seid stolz darauf, dies tun zu können, etwas Besseres kann einem jämmerlichen Engländer nicht passieren!" Heute erinnert das Wallace-Monument an den Patrioten.

   
   
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