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geboren: 1847 in Edinburgh

gestorben: 1922 in Baddeck, Kanada

graham bellKurzbeschreibung: Schottischer Sprechtherapeut, Erfinder des Telefons und Großunternehmer, daneben durch seine Aktivitäten eine zwiespältig gesehene Figur in der Geschichte der Gehörlosen. Zu seinen Ehren wurde die dimensionslose Maßeinheit (Pseudomaß) für logarithmische Verhältniswerte, mit dem auch Schallpegel gemessen werden, mit Bel benannt.

Leben

Bell besuchte zunächst in Edinburgh und ab dem 14. Lebensjahr in London die Schule. Er studierte in Edinburgh Latein und Griechisch. Bereits der Großvater Alexander und der Vater Alexander Melville Bell beschäftigten sich mit Sprechtechnik, wobei Letzterer das erste universale phonetische Schriftsystem bzw. eine Lautschrift oder phonetisches Alphabet entwickelte, das er Visible Speech nannte, weil damit die Laute abgebildet würden.

Sohn Alexander, der in Bewunderung für einen Freund der Familie noch als Kind den Zunamen Graham annahm, wurde dann auch Lehrer an der Weston House Academy für Sprechtechnik und Musik in Elgin, Schottland. Er folgte danach seinem Vater nach London, wo dieser am University College als Lehrer für Sprechtechnik tätig war und seinen Sohn als Assistenten einstellte. Bell studierte bis 1870 Anatomie und Physiologie der menschlichen Stimme.

Nachdem Alexanders Brüder Edward (1868) und Melville (1870) beide an Tuberkulose starben, siedelten Alexander und seine Eltern 1870 nach Kanada über, wo der Vater ein besseres Klima erhoffte und eine Lehrtätigkeit aufnahm.

Die historisch nachhaltigste Wirkung hatte Bell 1876 mit der Entwicklung und Einführung des Telefons zu einem gebrauchsfähigen System. In der Folge entstand die Bell Telephone Company, die sich später zum weltweit größten Telekommunikationskonzern AT&T entwickelte.

1876 heiratete er die taube Tochter Mabel seines Geschäftspartners Hubbard, die er als Taubstummenlehrer an der Clarke-Schule kennenlernte. Mit ihr hatte er zwei Töchter, Elsie May und Marian (Daisy) Bell, sowie die Söhne Edward und Robert, die beide im Kindesalter starben.

1882 erhielt Bell die Staatsbürgerschaft der USA. Bis zu seinem Tode 1922 beschäftigte sich Bell vor allem mit weiteren Entwicklungen und Erfindungen auf zahlreichen technischen Gebieten sowie auch mit Untersuchungen zur Eugenik der Taubheit.

Bell als Sprachtherapeut und "Taubstummenlehrer"

Bells Mutter Eliza Symonds Bell war stark schwerhörig, Bell konnte sich jedoch mit ihr mit besonders tiefer Stimme unterhalten. Dies, sowie die familiär vorgeprägte berufliche Laufbahn veranlassten Bell offensichtlich, einer der engagiertesten Befürworter des lautsprachlich orientierten Erziehungsprinzips für "Taubstumme" im Gegensatz zu gebärdensprachlich orientierten Methoden zu werden.

1868 gab Bell an Susanna Hulls Schule in London Sprechunterricht für "taubstumme" Kinder. 1871 ging Bell als "Taubstummenlehrer" an die in Northampton eingerichtete spätere "Clarke School" in Massachusetts, USA. Er bleibt danach für den Rest seines Lebens Mitglied des Aufsichtsrats der Schule und wird in den letzten fünf Lebensjahren auch dessen Vorsitzender. An dieser Schule lernt er auch Mabel, seine spätere Frau kennen. In der gleichen Zeit unterrichtete er auch neben Edward Miner Gallaudet am American Asylum for the Deaf in Hartford, Connecticut.

Von 1873 bis 1877 bekleidete er eine Professur für Sprechtechnik und Physiologie der Stimme an der Universität Boston.

Angeblich betrachtete Bell sich selbst in erster Linie immer als "Taubstummenlehrer" und weniger als Erfinder. Eine Ironie der Geschichte ist es, dass Bell, der stets beabsichtigte, die Tauben fördern zu wollen, mit dem Telefon ein System verbreitete, das zum Standard-Instrument im Beruf, Geschäftsleben und Alltag wurde, jedoch durch seine Nicht-Nutzbarkeit für Taube diese ausgrenzte und ihre beruflichen Chancen mehr als ein ganzes Jahrhundert lang minderte.

Alexander G. Bell und das Telefon

Bereits 1861 hatte der italo-amerikanische Erfinder Antonio Meucci einen Fernsprechapparat erfunden. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er das Patent jedoch auslaufen lassen. Zwei Jahre später bekam der aus Schottland stammende Bell ein Patent für das von ihm erfundene Telefon. Entwickelt hatte er es in dem Labor, in dem Meucci sein Material lagerte. Als weitere Pioniere des Telefons gelten der deutsche Physiker und Erfinder Johann Philipp Reis und Elisha Gray. Um 1873 versuchte Bell, einen "harmonischen Telegraphen" zu entwickeln, der durch Benutzung mehrerer isolierter musikalischer Tonlagen mehrere Nachrichten gleichzeitig senden können sollte, betrieb dies jedoch mit wenig Engagement. 1874 führt Bell akustische Experimente zur Aufzeichnung von Schallwellen durch. Er konstruierte damit den "Phonautographen", ein Gerät, das die Vibrationen des Schalls auf einem berußten Zylinder aufzeichnete.

Der prominente Bostoner Rechtsanwalt und gleichzeitige Direktor der "Clarke School for the Deaf" Gardiner Greene Hubbard und der wohlhabende Geschäftsmann Thomas Sanders aus Salem erfuhren von Bells Experimenten und bewogen ihn, die Entwicklung am Harmonischen Telegraphen voranzutreiben. Die drei unterzeichneten eine Vereinbarung, nach der Bell finanzielle Unterstützung erhielt im Gegenzug für spätere Beteiligung von Hubbard und Sanders an den Erträgen. Hubbards gehörlose Tochter Mabel wurde als Druckmittel eingesetzt. Bell durfte sie erst 1877 heiraten, nachdem er seine Erfindung fertig gestellt hatte.

Obwohl Bell zufällig entdeckte, dass statt der erwarteten Telegraphen-Impulse auch Tonfolgen übertragen werden können, gelang es ihm nicht, dies zu wiederholen. Gleichwohl meinte er, das Prinzip für die Übertragung von Tönen für einen Patentantrag beschreiben zu können. Zugute kommt ihm dabei, dass das Patentamt einige Jahre zuvor die Anforderung fallen ließ, mit dem Patentantrag ein funktionierendes Modell einzureichen. Am 14. Februar 1876 reicht Bells Anwalt den Patentantrag ein, nur 2 Stunden bevor Elisha Gray gleiches tun konnte.

Dies löst den größten Patentstreit der Geschichte aus. Es wird berichtet, dass Bell bei der späteren praktischen Ausführung einen regelbaren Widerstand in Form eines Drahtes in einer Schwefellösung benutzte, den er zuvor nie ausprobiert hatte und in seiner Patentschrift nicht aufführte, dieser jedoch in Grays Antrag beschrieben war. Es wird auch berichtet, Bell sei in den Besitz von Teilen aus Meucci's Werkstatt gekommen, während dieser im Krankenhaus lag. Meucci hatte bereits von 1871 bis 1873 ein vorläufiges Patent angemeldet, konnte jedoch die Mittel für eine Aufrechterhaltung über diesen Zeitpunkt hinaus nicht aufbringen. Meucci beauftragte seinen Anwalt, gegen Bells Vorgehen zu protestieren, was jedoch nie ausgeführt wurde. Spätere Nachforschungen förderten illegale Verbindungen zwischen Angestellten des Patentamtes und Bells Gesellschaft zutage. Das Patent wurde am 7. März 1876 erteilt.

Das von Bells sachkundigem Mechaniker Thomas Watson gebaute erste funktionierende Telefon sah den Berichten zufolge merkwürdig aus. Eine säure-gefüllte Metalldose ist mit einer Scheibe bedeckt, die einen Draht hält, der in die Säure taucht. Außen an der Metalldose ist ein anderer Draht befestigt, der zum Empfänger-Telefon führt. Ein Hineinbrüllen in einen senkrecht darüber angeordneten Trichter bringt die Scheibe und den Draht zum Schwingen. Durch die Schwingungen verändert sich der Abstand und damit auch der Stromfluss durch Draht und Säure zum Empfängertelefon. Dort werden die Schwankungen des Stromes wieder in gleichartige Membran-Vibrationen umgesetzt, die dann Töne produzieren. Am 10. März 1876 wurde der erste deutlich übertragene Satz übertragen: "Watson, come here. I want you." Bell hatte sich aus Versehen Säure über die Kleidung gekippt und rief nach Watson, der im Nebenraum war.

Dieses Telefon war nicht sonderlich gebrauchstauglich, doch Bell verbesserte es bald, indem er sowohl für den Lautsprecher als auch das Mikrofon elektromagnetische Spulen, Dauermagnete und den bereits erwähnten Widerstand gebrauchte. Später verwendet er für das Mikrofon Dosen mit Kohlekörnern und einer federnden Membran nach dem Patent des Engländers Blake. Dennoch dauerte es noch bis 1881, bis das Telefon praktisch einsatzfähig war.

1876 meldet Alexander Graham Bell sein Telefon zum Patent an. Er hatte in den Werkstätten von Meucci, wo dessen Materialien und Unterlagen verweilten, an seinem Telefon gearbeitet. Trotz jahrzehntelanger Streitigkeiten gelingt es Antonio Meucci nicht, das Patent oder wenigstens finanzielle Entschädigungen von Bell zu erhalten. Er stirbt als verarmter Mann. 2002 erklärt der Kongress der Vereinigten Staaten in einer Resolution, dass Antonio Meucci der Erfinder und erste Patentinhaber des Telefons ist.

Bell als Großunternehmer

Im Juli 1877 gründete Bell zusammen mit Thomas Sanders und Gardiner G. Hubbard unter Einschluss seines Assistenten Thomas Watson die Bell Telephone Company. Zwei Tage später heiratete er die taube Tochter Mabel seines Geschäftspartners Hubbard, die er zuvor schon im Lippenlesen und Sprechen geschult hatte.

Nicht ganz überraschend war der Bedarf an Telefonapparaten zunächst gering und Bell und seine Partner hatten anfangs Absatzschwierigkeiten. Es kam dabei so weit, dass sie ihre Patente der mächtigen Western Union Telegrafen-Gesellschaft – Elisha Grays Arbeitgebern – für $100.000 zum Kauf anboten. Die Western Union lehnte ab, was sich bald als große Fehlentscheidung herausstellen sollte.

Dennoch sahen Amerikas Telegraphengesellschaften voraus, dass Bells Telefon eine Bedrohung für ihr Geschäft darstellte und versuchten, dem gegenzusteuern. Die Western Union Company ließ Thomas Alva Edison ein eigenes Telefon mit anderer Technik entwickeln. Bell verklagte daraufhin Western Union der Verletzung seiner Patentrechte. Diese versuchte zu argumentieren, dass eigentlich Elisha Gray das Telefon erfunden habe, verlor jedoch diesen und zahlreiche weitere Prozesse.
Im März 1879 fusionierte die Bell Telephone Company mit der New England Telephone Company zur National Bell Telephone Company, deren Präsident William H. Forbes, Schwiegersohn von Ralph Waldo Emerson, wurde. Im April 1880 erfolgte eine weitere Fusion mit der American Speaking Telephone Company zur American Bell Telephone Company.

1885 wurde die American Telephone and Telegraph Company (AT&T) gegründet, um die Fernverbindungslinien quer durch die USA für das Bell'sche System zu erobern. Theodore Vail wurde der erste Präsident der Gesellschaft.

1907 gründen Glenn Curtiss, Thomas E. Selfridge, Casey Baldwin, J.A.D. McCurdy und Bell die Aerial Experiment Association (AEA) mit finanziellem Sponsoring von Mabel Hubbard Bell.

1925 wurden die Bell Telephone Laboratories aufgebaut, um die Forschungslaboratorien der AT&T und der Western Electric Company zusammenzufassen.

Weiterhin erfand Bell, der sich nicht sonderlich für die Führung seiner Firmen interessierte, u. a. das Audiometer zum Messen der Gehörleistung, eine Induktionswaage zum Aufspüren metallischer Gegenstände im menschlichen Körper, die erste Wachswalze (statt Zinnfolie) zur Tonaufzeichnung und Verschiedenes auf dem Gebiet der Flugtechnik.

Eugenik

A.G. Bell erforschte zwischen 1882 und 1892 die Häufung von Gehörlosigkeit auf der Insel Martha's Vineyard nahe Boston, vermutete dahinter richtigerweise erbbedingte Anlagen. Die Zusammenhänge konnte er jedoch nicht beweisen, da ihn irritierte, dass nicht jedes Kind von anscheinend erblich veranlagten Eltern taub wurde. Ihm fehlten dazu die Kenntnisse, die Gregor Mendel zwar schon 1865 formulierte, die aber bis zum Jahr 1900 der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt blieben. Dennoch empfahl er in der Monographie Memoir upon the Formation of a Deaf Variety of the Human Race ein Eheverbot unter Taubstummen, warnte vor Internaten an den „Taubstummen"-Schulen als möglichen Brutstätten einer tauben Menschenrasse und empfahl die eugenische Kontrolle von USA-Immigranten.

Spätere Arbeiten von Rassehygienikern stützten sich bis weit in das 20. Jahrhundert ungeprüft auf Bells Angaben. Als Folge wurden zahlreiche Taube ohne ihr Wissen und ohne ihr Einverständnis sterilisiert. Dabei soll Bell durchaus die methodischen Schwächen seiner Untersuchungen gekannt haben.

1921 war Bell Honorarpräsident des zweiten internationalen Eugenikkongresses unter der Schirmherrschaft des American Museum of Natural History in New York. Er arbeitete mit den Organisationen zusammen mit dem Ziel, Gesetze zur Verhinderung der Ausweitung von „defekten Rassen "einzuführen.

George Veditz, Präsident der National Association of the Deaf nannte Bell 1907 „den Feind, den die amerikanischen Tauben am meisten zu fürchten haben". Alexander Graham Bell haftet damit der Ruf an, die Entwicklung der Gemeinschaft der tauben Menschen und der Gebärdensprache massiv gestört zu haben mit Auswirkungen, die noch heute in vielen Ländern spürbar sind.

Die Sterilisation von Tauben war im 20. Jahrhundert vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus gängig, aber auch in der Schweiz wurden Gehörlose ihrer Gehörlosigkeit wegen sterilisiert und in eugenische Programme einbezogen.

geboren: 1860 in Kirriemuir

gestorben: 1937 in London

barrie jmKurzbeschreibung: besser als J. M. Barrie bekannt, war ein schottischer Schriftsteller und Dramatiker. Peter Pan ist seine bekannteste literarische Figur.

Leben

James M. Barrie wurde in Kirriemuir, Angus, Schottland als neuntes Kind und dritter Sohn von David und Margaret Barrie (geborene Ogilvy) geboren. Sein Vater war ein Weber, seine Mutter ermutigte ihn, sich durch Lesen zu bilden. Barrie besuchte die Dumfries Academy und ging danach an die Universität Edinburgh wo er 1882 seinen Abschluss als Master of Arts machte. Er arbeitete dann als Journalist für das Nottingham Journal bis er 1885 nach London zog. 1894 heiratete er die Schauspielerin Mary Ansell; die Ehe endete 1909 kinderlos in einer Scheidung. Im Jahre 1913 wurde Barrie der Titel Baronet verliehen. Er starb 1937 und wurde in Kirriemuir beigesetzt. Dort ruhen auch seine Eltern, eine Schwester sowie sein Bruder David.

Barries ersten beide Romane spielen in Thrums, lassen es aber als seinen Geburtsort Kirriemuir erkennen. Danach schrieb er für das Theater, unter anderem Quality Street, What Every Woman Knows und The Admirable Crichton. Peter Pan, seine bekannteste Figur, wurde durch die Kinder seiner Bekannten Sylvia Llewelyn-Davies inspiriert. Diese Kinder hießen George, Jack, Peter, Michael und Nico.

Als Kinderfreund vermachte Barrie alle Rechte an den Büchern, Filmen und Theaterstücken von Peter Pan dem Great Ormond Street Hospital Children's Charity, einem Londoner Kinderkrankenhaus. 1988 erließ das britische Parlament ein englisches Gesetz (Section 301, Copyright, Designs and Patents Act 1988), nach dem die Urheberrechte des Krankenhauses an Peter Pan in Großbritannien - anders als im allgemeinen Urheberrecht (Regelschutzfrist) - nicht durch Zeitablauf verfallen.

Sein Geburtshaus, 4 Brechin Road, wurde vom National Trust for Scotland als Museum eingerichtet.
Im Oktober 2004 kam der Film Finding Neverland in die Kinos, der das Leben Barries (dargestellt von Johnny Depp) und die Entstehung seiner Fantasiewelt um Peter Pan porträtiert. Die deutsche Fassung des Films startete unter dem Titel Wenn Träume fliegen lernen im Februar 2005.

Sonstiges

Barries Buch Quality Street wurde von der Firma Mackintosh ab 1936 für die Warenbezeichnung einer Serie von hochwertigen Pralinen und Toffees genommen. Die Verpackungen in Pappschachteln und Metalldosen zieren zwei Figuren, „Der Major und die Lady", die ebenfalls Barries Stück entlehnt sind.

Werke (Auswahl)
  • Auld Licht Idylls (1888)
  • A Window in Thrums (1890)
  • The Little Minister (1891)
  • Jane Annie (1893)
  • Sentimental Tommy (1896)
  • Quality Street (1901)
  • The Little White Bird (1901)
  • The Admirable Crichton (1902)
  • Tommy and Grizel (1902)
  • Peter Pan, or The Boy Who Wouldn't Grow Up (1904)
  • What Every Woman Knows (1908)
  • The Twelve Pound Look (1910)
  • Peter and Wendy (1911)
  • Dear Brutus (1917)
  • Mary Rose (1920)
  • The Boy David (1936)

geboren: 1888 in Helensburgh

gestorben: 1964 in Bexhill-on-Sea

logie bairdKurzbeschreibung: Schottischer Erfinder und Fernsehpionier

Der am Glasgow and West of Scotland Technical College  (Universität Strathclyde) und der Universität Glasgow ausgebildete Baird arbeitete während des Ersten Weltkriegs als Angestellter eines Elektrizitätswerks (Clyde Valley Electrical Power Company), bevor er sich selbstständig machte, um seinen Experimenten zur technischen Entwicklung des Fernsehens auf Grundlage der Nipkow-Scheibe mehr Zeit widmen zu können. Im Frühjahr 1925 wurde ihm ermöglicht, seine Apparatur einige Wochen lang in Selfridges Warenhaus in London, wohin Baird von Hastings aus inzwischen gezogen war, öffentlich vorzuführen. Im Herbst gelang es ihm, die Apparatur soweit zu verbessern, dass sie eine konturierte Wiedergabe ermöglichte. Nach einer geglückten Vorführung dieses mechanischen Fernsehers vor Mitgliedern der Royal Institution am 26. Januar 1926 kam genug Kapital zusammen, um die Baird Television Development Company zu gründen. Am 8. Februar 1928 gelang Baird die transatlantische Übertragung eines Fernsehbildes von London nach New York. Das Bild lief zunächst über Telefonleitungen zu einem Kurzwellensender in Coulsdon, von wo aus es über den Atlantik gestrahlt wurde. Im selben Jahr folgte mit dem ersten Farb-Fernseher (mit synchron rotierenden Farbfiltern vor Kamera und Empfänger) ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Fernsehens.

Die BBC sendete von 1930 bis 1935 in dem von Baird eingeführten Verfahren, nachdem 1929 bereits Versuchssendungen ausgestrahlt worden waren – Letzteres, in Zusammenarbeit mit der Fernseh-AG, parallel auch in Deutschland. Ab 1931 musste sich das mechanische Fernsehen gegen vollelektronische Fernseher mit Kathodenstrahlröhren behaupten, erste Geräte wurden in Deutschland von Manfred von Ardenne, in den USA von Farnsworth und der RCA und in Großbritannien von Marconi vorgestellt. Die ersten elektronischen Fernseher hatten ein zumeist dunkles Bild mit wenig Kontrasten, sodass mechanisches Fernsehen in der Anfangszeit durchaus ein ernsthafter Konkurrent war. 1934 stellte Baird einen mechanischen Fernseher mit einer Auflösung von 240 Zeilen vor. Dieses System war jedoch dem elektronischem System von Marconi mit 405 Zeilen unterlegen, sodass die BBC nach kurzem Parallelbetrieb bereits beschloss, sich auf das elektronische Verfahren zu konzentrieren, und die Sendungen nach dem mechanischen System von Baird einzustellen. Die letzte Ausstrahlung erfolgte am 30. Januar 1937.

Dennoch baute Baird bis 1939 (der Fernsehdienst der BBC wurde mit Kriegsbeginn vorläufig eingestellt und erst im Juli 1946 wieder aufgenommen) noch mechanische Fernsehempfänger, die mittels eines Spiegelrades auch Fernsehbilder nach der neuen 405-Zeilen-Norm empfangen konnten. Die Bilder waren größer und heller als die der ersten Fernseher mit Bildröhre. Jedoch musste Baird einsehen, dass dem vollelektronischen Fernsehen die Zukunft gehört. So baute er noch in den Jahren 1940 bis 1944 verschiedene Farbfernseher, zunächst mit rotierenden Farbrädern vor Kamera bzw. Bildröhre, später mit einer Farbbildröhre, welche mit drei Kathodenstrahlen jeweils im Raster auf der Vorderseite angebrachte farbige Bildpunkte in den Grundfarben rot, grün und blau anstrahlten. Damit nahm Baird die Bauweise moderner Farbfernseher vorweg. Ebenfalls während des Krieges experimentierte Baird mit farbigem 3D-Fernsehen. Es wurde einfach die Bildfrequenz erhöht (und aus Gründen der Bandbreite die Zeilenzahl gesenkt), sodass abwechselnd für jedes Auge zwei Bilder nacheinander übertragen wurden. Durch ein Linsensystem konnte jeweils nur ein Zuschauer das plastische Bild betrachten, was heutzutage beispielsweise mit Hilfe von 3D-Shutterbrillen für jeden Betrachter überwunden werden kann.

Bewertung/ Nachleben

Als größtes Verdienst Bairds dürfte neben seinen zweifellos beachtlichen Erfindungen vor allem sein, dass er publikumswirksam die Möglichkeiten des Fernsehens vorführte, es so populär machte und somit auch die technische Entwicklung insgesamt sehr beschleunigte.

Die großen Fernsehpreise von Australien, die Logie Awards, sind nach John Logie Baird benannt. In der Umfrage der BBC nach den 100 bedeutendsten Briten im Jahr 2002 belegte Baird den 44. Platz.

geboren: 1728 in Kirkcaldy

gestorben: 1792 in London

adam robertKurzbeschreibung: Schottischer Architekt und Vater des britischen Klassizismus.

Geboren als Sohn des führenden schottischen Architekten William Adam (1689-1748). Architekt, Innendekorateur, Möbeldesigner. 1754-1758 Studien an antiken Monumenten in Italien (v.a. Kaiserzeit), und 1757 am Diokletianspalast in Split, über den er 1764 ein Buch herausgab.

Er befreundete sich mit Giovanni Battista Piranesi und nahm den Architekturzeichner Charles Louis Clérisseau in seinen Dienst. Er studierte und benutzte die Publikationen von Robert Wood über Baalbek und Palmyra. Daraus ergab sich die Verschmelzung antiker mit englischen Bautraditionen. Nach der Palladianistengeneration um Campbell und Burlington ging er damit direkt auf die Antike zurück. Ab 1758 war er in London. Baute die Universität Edinburgh und zahlreiche Häuser in London sowie vor allem Herrenhäuser wie Saltram House in Plympton bei Plymouth.

Nikolaus Pevsner schrieb über ihn:

"Sein Werk steht zwischen einem malerischen Klassizismus und einer klassisch verhaltenen Neugotik. Seine Arbeiten haben die Haltung ungezwungenen Anstands, unpedantischer Gelehrsamkeit und unauffälligen Wohlstands, eben der kultivierten Welt seiner Auftraggeber. Da er empfand, dass es weder gesittet noch klug sei, bestehende Traditionen zu brechen, schuf er einen klassizistischen Stil, der graziöser und auf heitere Art eleganter war, als jener der Anhänger des Palladianismus, die ihm vorausgingen, oder der Anhänger des Greek Revival, die auf ihn folgten."

In John Soanes Museum befinden sich 8000 großformatige Zeichnungen von ihm. 1773-79 publizierte er seine Bauten in einem Foliowerk.

   
   
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